Die DRA, die das Regelwerk für Dartsturniere unter anderem der PDC vorgibt, habe im Jahr 2025 mit einer genaueren Untersuchung ihrer "Trans and Gender Diverse Policy" (Richtlinie zu Trans- und geschlechtsdiversen Personen) begonnen.
In dieser Untersuchung, die auch ein Urteil des UK Supreme Courts aus dem April 2025 betrachtete, kam man zu dem Entschluss, dass "mehrere, kleinere Geschlechtsunterschiede sich summieren und zu einem Vorteil der Männer gegenüber den Frauen beim Darts führen". Kurz gesagt: "Darts ist eine geschlechtsspezifische Sportart".
Die DRA entschied sich dazu, dass ab dem 5. April 2026 nur noch biologische Frauen an Frauen-Turnieren teilnehmen dürfen.
"Harter Schlag für die Trans-Gesellschaft"
"Anscheinend wurde ich gerade in den Ruhestand geschickt", sagte van Leuven am Donnerstag in einem Video auf ihrem Instagram-Kanal: "Nicht freiwillig, sondern weil ich nicht länger an Wettbewerben teilnehmen darf."
Die Niederländerin schaut frustriert auf ihre letzten Jahre zurück: "Ich habe jahrelang so verdammt hart gearbeitet, nur um hier zu sein. Ich war da, habe gespielt, ich habe den Sport jedes Spiel, jeden Tag respektiert."
Auch für andere Transfrauen tut ihr die Entscheidung leid: "Es geht nicht nur um mich. Das ist ein weiterer harter Schlag für die Trans-Gesellschaft. Besonders nach jüngsten Entscheidungen des IOCs". Erst im März entschied sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) sich dazu, dass ab 2028 keine Transfrauen mehr an Frauen-Wettbewerben der Olympischen Spielen teilnehmen dürfen. Auch Geschlechtertests wurden angeordnet.
Aufgeben will van Leuven aber nicht: "Wenn ihr denkt, dass mich das aufhält: Tut es nicht." In dieser Saison schaffte es die Niederländerin bei acht Turnieren einmal ins Halbfinale der Women's Series. In der Rangliste steht sie auf Platz 9.
