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"Nadeshiko" als Nagelprobe für DFB-Frauen: "Ganz andere Ebene"

Jule Brand und die DFB-Frauen bereiten sich gegen Japan auf die WM im Sommer vor.
Jule Brand und die DFB-Frauen bereiten sich gegen Japan auf die WM im Sommer vor.ČTK / imago sportfotodienst / IMAGO

Ein kurzer Kaffeeklatsch, durch die Bremer City bummeln, einfach mal durchschnaufen - am freien Tag tankten die deutschen Fußballerinnen Kraft für noch mehr Schwerstarbeit. Nicht nur Jule Brand ahnte, dass die DFB-Elf im nächsten Stresstest gegen den WM-Mitfavoriten Japan womöglich leiden muss.

"Es wird ein sehr anstrengendes Spiel. Die Japanerinnen sind sehr fleißig, es wird laufintensiv", warnte Lyon-Star Brand vor dem Kracher am Dienstag (17.45 Uhr/ARD) in Bremen gegen die Asienmeisterinnen. Der Weltmeister von 2011, betonte auch Christian Wück nach dem schwungvollen 4:2 zum Start in die WM-Saison, spiele "komplett anders als die Australierinnen. Da werden wir auf ganz anderer Ebene gefordert werden."

Der Bundestrainer gab sogar zu: Gut acht Monate vor Beginn der Titeljagd im kommenden Sommer in Brasilien (24. Juni bis 25. Juli) ist der 53-Jährige selbst "gespannt, wie wir uns da verhalten." Im Fokus steht bei der "Nadeshiko" unter anderem Bayern-Juwel Momoko Tanikawa (21) im Mittelfeld. "Wir müssen die richtigen Momente finden, um unser körperliches Spiel einzubringen", forderte Brand: "Ich denke, da sind wir schon überlegen."

Überlegen war die DFB-Auswahl auch über weite Strecken am Freitag in Karlsruhe gegen den WM-Halbfinalisten Australien. Doch die beiden Gegentreffer und mangelnde Konstanz wurmten Wück. "Da müssen wir lernen, das war ein unheimlicher Lehrmoment für uns. Das darf uns nicht passieren", monierte der Bundestrainer und forderte mehr Cleverness.

Darf Baum nochmal ran?

"Wir wollen auf jeden Fall kompakter stehen", lautete daher die Devise von Elisa Senß (Real Madrid), die im Mittelfeld an der Seite von Sjoeke Nüsken (FC Chelsea) zu den gesetzten Spielerinnen im Gerüst von Wücks kniffligem Personalpuzzle für 2027 gehört. Anders als Camilla Küver (VfL Wolfsburg) in der Innenverteidigung, die "noch mehr dominante und kontrollierte Spielphasen" als Ziel ausgab.

Die letzten Spiele der DFB-Frauen im Überblick
Die letzten Spiele der DFB-Frauen im ÜberblickFlashscore

Spannend wird zudem, ob Newcomerin Lisa Baum (FC Arsenal) nach ihrem nervösen Debüt in der zweiten Hälfte gegen Australien noch eine weitere Bewährungschance auf dem rechten Flügel erhält. "Sie ist eine Spielerin mit einer unheimlich guten Technik im ersten Kontakt, die immer wieder ins Eins-gegen-Eins geht. Ich denke, es war ein guter Anfang", sagte Wück über die erst 19-Jährige mit dem starken linken Fuß, die nach der Auswechslung von Standardspezialistin Klara Bühl unter anderem zwei Eckbälle verpatzte.

Zum Match-Center: Deutschland vs. Japan

In der Offensive könnte der Bundestrainer weiter munter mit seinen Optionen experimentieren. Als Mittelstürmerin hatte Melissa Kössler (Denver Summit) mit einem Doppelpack gegen die Matildas gepunktet. Außerdem wittern in Abwesenheit der krank abgereisten Lea Schüller auch noch Nicole Anyomi (London City Lionesses) und die nachnominierte Tottenham-Legionärin Shekiera Martinez ihre Chancen im frühen WM-Casting.

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