Zum Auftakt hatte Rydzek als Achter noch für das beste Ergebnis der einstigen "Dominierer" gesorgt, es drohen die ersten Winterspiele seit 2010 ohne Einzelmedaille. "Das Gute ist, dass die Strecke bei den niedrigeren Temperaturen nicht mehr so weich sein wird. Das kommt uns entgegen", sagte Peking-Olympiasieger Vinzenz Geiger.
Die größere Herausforderung liegt daher beim Springen. "Wir haben die Schanze noch nicht zu 100 Prozent geknackt, aber wir sind kurz davor", sagte Frenzel am Montag nach dem letzten Training. Der viermalige WM-Zweite Julian Schmid, dritter Oberstdorfer im Bunde, gab dennoch die klare Marschroute vor: "Wir wollen um die Medaillen kämpfen." Sollte das nicht gelingen, bleibt nur noch der Teamsprint am Donnerstag.
Oftebro thront über allem
Den besten Eindruck auf der Schanze hinterließ Rydzek, der Routinier ließ das Training am Montag sogar aus. "Ich will körperlich und mental alle Kräfte sammeln", sagte der 34-Jährige dem SID. Für den siebenmaligen Weltmeister wird es der letzte olympische Einzelwettkampf seiner Karriere. "Ich werde es auf jeden Fall noch mal genießen - ganz egal, was rauskommt", sagte Rydzek.
Goldkandidat Nummer eins ist aber Jens Luraas Oftebro, der schon von der Normalschanze triumphiert hatte. Der Norweger war auch im Großschanzentraining stark, Bundestrainer Frenzel bleibt dennoch hoffnungsvoll: "Jeder ist zu schlagen, auch er. Wir müssen einfach bei uns bleiben."
