In der ersten Enttäuschung forderte ein frustrierter Norris sogar eine Sperre für Colapinto, entschuldigte sich kurz darauf jedoch für seine emotionale Überreaktion. Auch Colapinto selbst übernahm sofort die Verantwortung für seinen Fehler.
Trotz des schmerzhaften Vorfalls entschied sich Briatore gegen eine Trennung. Nach klärenden Gesprächen geht der Argentinier damit auch an diesem Wochenende beim Bahrain-GP im malaysischen Sepang wieder für Alpine an den Start.
Colapinto: Haben "Lehren gezogen"
"Im Team gibt es Momente, in denen die Wogen hochkochen. Dann ist es extrem schwer, den Blick nach vorne zu richten", erklärte Colapinto am Donnerstag gegenüber Medienvertretern auf dem Sepang International Circuit. "Doch am Ende zählt nur, dass man gemeinsam einen Weg findet. Flavio macht als Teamchef einen großartigen Job – er gehört defensiv zu den Besten, die ich seit meinem Einstieg im Motorsport erlebt habe. Er weiß genau, wie man mit solchen Situationen umgeht und das Team wieder aufrichtet. Deshalb habe ich volles Vertrauen in ihn."
Um die Unstimmigkeiten schnellstmöglich aus der Welt zu schaffen, reiste Colapinto direkt von Baku in die Alpine-Zentrale nach Südengland. "Natürlich war Flavio sauer, wie alle im Team. Und ich war selbst zutiefst enttäuscht über das, was passiert ist", räumte er ein. "Wir haben uns zusammengesetzt, viele offene Gespräche geführt und die richtigen Lehren daraus gezogen, um nach vorne zu schauen."
Auch die Wogen mit den Fahrerkollegen haben sich geglättet: Mit Lando Norris hat Colapinto die Situation inzwischen persönlich ausgeräumt. Und das Verhältnis zu Pierre Gasly sieht er unbeeinträchtigt: "Pierre ist mein Teamkollege und wir verstehen uns blendend. Es ist wieder alles im grünen Bereich."
