Die Konkurrenz wirft vor allem Mercedes vor, einen Trick gefunden zu haben, die Verdichtung im Rennbetrieb auf 18:1 zu erhöhen und gleichzeitig den FIA-Grenzwert von 16:1 beim statischen Test unter normalen Außentemperaturen einzuhalten.
Nun wurde "ein Vorschlag vorgelegt, wonach ab dem 1. August 2026 die Einhaltung der Verdichtungsverhältnisgrenze nicht nur unter Umgebungsbedingungen, sondern auch bei einer repräsentativen Betriebstemperatur von 130 Grad Celsius nachgewiesen werden muss", hieß es in einer FIA-Mitteilung.
Verstappen kritisiert Reform
Die Motorenhersteller stimmen nun darüber ab, ob diese Messmethode eingeführt werden soll. Das Ergebnis werde "innerhalb der nächsten zehn Tage erwartet" und soll "zu gegebener Zeit bekannt gegeben" werden. Die Regeländerung müsste der Motorsportrat dann noch bestätigen.
In dieser Formel-1-Saison, die am 8. März in Australien beginnt, gilt ein völlig neues Reglement. Die Autos sind in diesem Jahr kleiner, leichter und haben eine veränderte Aerodynamik. Zudem wurden die Regeln für die Antriebseinheiten reformiert. Der klassische Verbrennungsmotor darf nur noch 50 Prozent der Power liefern, der Rest kommt aus einer Batterie. Red-Bull-Star Max Verstappen hat seine Kritik an dieser Reform am Rande der abschließenden Testfahrten in Bahrain (18. bis 20. Februar) erneuert.
"Ich möchte nicht, dass wir nah an die Formel E herankommen", sagte Verstappen am Mittwoch: "Ich möchte eigentlich, dass wir uns davon fernhalten und Formel 1 bleiben." Eigentlich sollte die Formel 1 "das Ding", also die Batterie, "loswerden und sich auf einen ordentlichen Motor konzentrieren", sagte der Niederländer.
Die Tagesbestzeit zum Auftakt der letzten Testwoche in Bahrain fuhr Mercedes-Pilot George Russell in 1:33,459 Minuten vor Oscar Piastri (McLaren/+0,010) und Charles Leclerc (Ferrari/+0,280). Der Brite Russell absolvierte am Mittwoch zugleich auch die meisten Runden des Tages (76).
