Die Austragung der Rennen in Katar (29. November) und Abu Dhabi (6. Dezember) ist wegen des Irankrieges seit Monaten fraglich, die Traditionsstrecke im italienischen Imola traf bereits Vorkehrungen für einen möglichen Einsatz als Ausweichstandort. In der vergangenen Woche hatte Domenicali eine Entscheidung bis spätestens Mitte Oktober angekündigt, dabei aber stets von einem grundsätzlich "bestätigten" Rennkalender gesprochen.
"Im Moment sind alle Ampeln auf Grün", sagte am Samstag auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei Sky, schränkte aber auch ein. "Es gibt keine Reisewarnung, die Airlines fliegen, die Versicherungen sind intakt. Aber die Situation ist dort natürlich sehr volatil, deswegen muss man es gut im Auge behalten."
Das Auswärtige Amt ruft derzeit in der Tat nicht die höchste Warnstufe aus, schätzt die Lage aber nicht als unbedenklich ein: Für Katar wird "von Reisen abgeraten", für die Vereinigten Arabischen Emirate "von nicht notwendigen Reisen abgeraten".
Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran im Frühjahr und den Reaktionen der Iraner hatte die Formel 1 die für April geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Das in Bahrain ausgefallene Rennen wird an diesem Wochenende in Malaysia nachgeholt. Schon drei Wochen vor dem Formel-1-Rennen in Katar hat die MotoGP ihren WM-Lauf dort geplant, auch die Motorrad-Königsklasse hält weiterhin an der Reise fest.
