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Moltzan gewinnt Saisonauftakt in Sölden - Gritsch rettet ÖSV-Ehre

Paula Moltzan
Paula MoltzanČTK / AP / Marco Trovati

Die US-Amerikanerin Paula Moltzan holte sich den Sieg beim Ski-Saisonauftakt in Sölden. Emma Aicher belegte Platz drei, nur eine Österreicherin schaffte es in die Top-30.

Neue Saison, neues Siegergesicht beim Weltcup-Auftakt der Damen. Paula Moltzan setzte beim Riesentorlauf in Sölden dank eines hervorragenden zweiten Laufes hauchdünn vor Lara Colturi (2. / +0,01) und Emma Aicher (3. / 0,52) durch.

Für die US-Amerikanerin war es der erste Sieg bei einem Weltcup-Rennen: "Das war mein Lebensziel. Ich bin sehr glücklich. Man muss groß träumen, dann kann man auch erfolgreich sein. Ich habe den ganzen Sommer hart gearbeitet, daher ist es schön, dass es gleich so gut geklappt hat."

Mit diesem Erfolg stellt Moltzan, die erstmals auf ihrem neuen Ski von Marcel Hirschers Unternehmen VanDeer unterwegs war, stellte damit auch Mikaela Shiffrin in den Schatten (7. / 0,83). Der US-Superstar verpatzte bei schlechter Sicht den zweiten Durchgang und verspielte somit die Halbzeitführung. Am Ende reichte es nur zu Platz sieben. "Die Sichtverhältnisse waren schwierig. Ich bin solide gefahren, aber es ist ein Freiluftsport - damit muss man umgehen", analysierte sie dennoch merklich entspannt.

Aicher machte es - bei noch klarerer Sicht - besser und vor allem mutiger, wodurch sich der DSV-Youngster in der Entscheidung von Rang acht auf drei verbesserte. "Das Podium kommt sehr unerwartet, vor allem in Sölden. Der Hang hier ist immer schwierig, aber jetzt ist es richtig cool. Mit der Vorbereitung bin ich sehr zufrieden und konnte weitermachen, wo ich letztes Jahr aufgehört habe", zeigte sich Aicher von ihrer Leistung in Sölden durchaus überrascht.

Lena Dürr (22. / 1,97) und Kira Weidle-Winkelmann (26. / 2,16) blieben hinter den Erwartungen zurück.

Debakel für ÖSV - Scheib stürzt spektakulär

Für Österreich ist die neue Weltcup-Saison mit einer Schrecksekunde gestartet. Julia Scheib, Gewinnerin der Riesentorlauf-Kristallkugel in der vergangenen Saison, kam am Samstag beim Auftakt in Sölden schwer zu Sturz. Die 28-jährige Steirerin hatte bis dahin mit einer klaren Bestzeit überzeugt, ehe sie im Steilhang die Kontrolle verlor.

Scheib wurde bei einem Rechtsschwung nach hinten gedrückt, ausgehoben und überschlug sich spektakulär. Nach dem harten Aufprall blieb sie zunächst benommen sitzen. Wenig später konnte sie jedoch selbstständig ins Ziel fahren.

Angesichts ihrer Verletzungsgeschichte war die Erleichterung nach den ersten medizinischen Untersuchungen groß. „Die ersten Checks waren einmal positiv, das ist einmal das Allerwichtigste. Einen Kreuzbandriss konnte ich ausschließen, den hatte ich ja schon zweimal. Aber natürlich spüre ich das Knie“, erklärte die Österreicherin im ORF-Interview.

Besonders bitter: Bis zu ihrem Sturz war Scheib hervorragend unterwegs. „Bis zum Sturz habe ich mich sehr gut gefühlt“, sagte die Steirerin, die im Vorjahr ausgerechnet in Sölden ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte. Ob der Sturz weitere Folgen hat, müssen die nächsten Untersuchungen zeigen. Zumindest unmittelbar nach dem Zwischenfall deutete nichts auf eine schwerwiegende Verletzung hin.

Die restlichen Österreicherinnen konnten nach Scheibs Ausfall nicht brillieren. Franziska Gritsch schaffte es als einzige ÖSV-Dame in den zweiten Durchgang, belegte im Endklassement Rang neun (+1,12). Mit Stephanie Brunner (38.), Ricarda Haaser (40.), Victoria Olivier (49.), Elena Riederer (55.), Valentina Rings-Wanner (57.), Leonie Raich (60.) und Natalie Falch (61.) verpassten gleich sieben Österreicherinnen die Top-30 deutlich.

Hannes Zöchling, Cheftrainer der ÖSV-Damen, wurde nach dem Rennen deutlich: "Wir haben heute überhaupt nicht die Leistung erbracht, die wir uns vorgestellt haben. Der Ausfall von Julia Scheib tut weh. Stephanie Brunner hat nicht ihre Trainingsleistungen abrufen können, daran muss sie arbeiten. Die jungen Läuferinnen hatten heute ebenfalls zu kämpfen."

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