Mit Höhenangst zur Heim-WM: Raimund trotzt dem Paradox

Philipp Raimund ist in guter Form
Philipp Raimund ist in guter FormČTK / imago sportfotodienst / Oryk HAIST

Philipp Raimund hat Höhenangst, gerade auf Flugschanzen. Bei der Heim-WM will der Oberstdorfer dennoch angreifen.

Wenn Philipp Raimund auf einem Lochgitter steht, bekommt er ein flaues Gefühl im Magen. Auch 50 Meter in die Tiefe schaut er nicht gerne. Raimund hat Höhenangst – nicht die besten Voraussetzungen also für die anstehende Skiflug-WM in seiner Heimat Oberstdorf. "Das ist ein riesiges Paradox", sagte der 25-Jährige einmal im Sportschau-Podcast: "Ich habe mir da selbst ein Bein gestellt."

Besonders die riesigen Flugschanzen, auf denen Weiten von 250 m möglich sind, nötigen Raimund Respekt ab. In der vergangenen Saison ließ er den Weltcup in Planica sogar aus.

Kontrollverlust

Vor allem vom Skifliegen kenne er den Fall, "dass mein Körper reagiert, ohne dass ich es beeinflussen kann. Dann verliere ich für anderthalb Sekunden die Kontrolle und kann mich nur noch beobachten, während ich quasi in einer Klaue festgehalten werde", schrieb er damals auf Instagram.

An einem Skiflug-Weltcup teilgenommen hat Raimund bislang nur in Vikersund und Oberstdorf, beide "Monster-Bakken" gelten als die sichersten ihrer Art.

Deswegen wird der Achte der Vierschanzentournee auch auf der Heini-Klopfer-Schanze starten. Zusammen mit Felix Hoffmann trägt er die größten Hoffnungen im deutschen Team, wenn am Freitag (16:00 Uhr) und Samstag (16:30 Uhr/jeweils ARD und Eurosport) in vier Durchgängen der neue Weltmeister ermittelt wird.