Während der Norweger Johannes Hösflot Kläbo nach seinem 104. Weltcupsieg kurz vor dem erneuten Tour-Triumph steht, trumpfte auch Stölben auf. Sowohl im Viertel- als auch Halbfinale profitierte er von Tempomacher Kläbo, agierte aber auch clever und zog als erster Deutscher seit neun Jahren in ein Finale der besten sechs Läufer ein. Dort fehlten ihm dann aber die Kräfte.
"Er macht riesige Schritte. Dazu das Olympiaticket - geil", sagte Schlickenrieder im ZDF. Letzter DSV-Starter in einem Sprint-Finale war zuvor Sebastian Eisenlauer am 16. Januar 2016 in Planica gewesen.
Tour de Ski: Kläbo so gut wie durch
Nicht zu stoppen war der 29 Jahre alte Kläbo, der auch die Gesamtwertung nach fünf von sechs Etappen klar anführt. Bei den Frauen holte sich die Finnin Jasmi Joensuu ihren ersten Weltcupsieg, Sofie Krehl verbuchte als beste Deutsche auf Rang 19 ihr beste Ergebnis des Olympiawinters.
Die Wettkämpfe dienten auch als wichtiger Test für die Winterspiele: Am 10. Februar werden auf dem modifizierten Kurs die neuen Olympiasieger im Sprint ermittelt, wie am Samstag wird dann im klassischen Stil gelaufen.
Die deutschen Spezialistinnen fehlten allerdings bei der Generalprobe: Coletta Rydzek, zum Auftakt der Tour in Toblach Zweite im Sprint, war am Freitag mit trockenem Hals aus Vorsicht ausgestiegen, Pia Fink verließ am Samstag das Rennen. Laura Gimmler hatte angeschlagen erst gar nicht an dem Etappenrennen teilgenommen.
Die Tour wird am Sonntag mit der finalen Bergetappe an der Alpe Cermis abgeschlossen. Dabei wartet ein bis zu 28 Prozent steiler Schlussanstieg, bei dem Kläbo kaum zu schlagen sein dürfte. Der aktuell formschwache Friedrich Moch war dort 2022 (3.), 2024 (2.) und 2025 (3.) jeweils auf dem Treppchen gelandet, in diesem Jahr dürfte eine Wiederholung ausgeschlossen sein.
