Der große und kräftige Kläbo hatten auf dem bis zu 26 Prozent steilen Schlussanstieg, bei dem auf 3,6 km rund 400 Höhenmeter zu überwinden sind, erwartungsgemäß nichts mit dem Tagessieg zu tun. Angesichts von 1:23 Minuten Vorsprung, die er mit ins Finale genommen hatte, musste der 29-Jährige aber nicht mehr ans Limit gehen. Im Ziel lag der Mann im goldenen Trikot 58,9 Sekunden hinter Stenshagen zurück, der sich vor dem Franzosen Jules Lapierre und Emil Iversen (Norwegen) durchsetzte.
Deustche enttäuschen bei Tour de Ski
Kläbo gewann damit die Tour de Ski zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren, 2023/24 hatte er erkrankt gefehlt. Bislang hatte er sich den Siegrekord mit dem Schweizer Dario Cologna geteilt. Einziger deutscher Gewinner der Tour ist Tobias Angerer, der bei der Premiere 2006/07 vorne lag. "Vor Kläbo kann man nur den Hut ziehen", sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder im ZDF: "So eine Konstanz an Erfolgen ist eindrucksvoll und inspirierend."
Bester Deutscher war Florian Notz auf Platz 18. Friedrich Moch, der dreimal auf der Cermis-Etappe auf das Podest gelaufen und vor zwei Jahren Gesamtzweiter der Tour geworden war, blieb erneut chancenlos und kam nur auf Rang 46 der Tageswertung. "Eigentlich fühle ich mich gut und habe hier immer gute Rennen gezeigt", sagte Moch im ZDF.
