Brignone hatte sich damals bei den italienischen Meisterschaften einen mehrfachen Bruch des Waden- und Schienbeinkopfes sowie einen Kreuzbandriss zugezogen. Kein Jahr später raste sie zu Gold in Super-G und Riesenslalom.
"Körper und Gehirn" machen Probleme
"Mit dieser Verletzung muss ich leben, auch wenn es nach und nach besser wird. Wenn ich morgens Ski fahre, hinke ich danach den ganzen Tag", meinte Brignone. Ihre beiden Goldmedaillen, beteuerte sie, würde sie sofort eintauschen, wenn sie den folgenschweren Sturz damit ungeschehen machen könnte.
Dennoch giere sie nach weiteren Siegen. "Ich mag den Wettbewerb, ich versuche stets, meine Grenzen zu überwinden", betonte Brignone. Bei den Winterspielen habe sie "die Zähne zusammengebissen" und sich gesagt: "Jetzt oder nie!" Das Adrenalin habe "den Rest getan. Doch jetzt weigern sich mein Körper und mein Gehirn, weiterzumachen."
