Lisa Buckwitz nimmt ihre Fans natürlich auch in Cortina d'Ampezzo hautnah mit. Beim Espresso auf dem Weg zum Training, fokussiert im Starthaus neben Anschieberin Neele Schuten oder in Blümchen-Dessous am Valentinstag.
"Nur mit der Goldmedaille interessiert sich keiner für Lisa Buckwitz"
Die deutsche Bob-Pilotin lässt ihre fast 500.000 Follower auf Instagram mit Freude an ihrer olympischen Reise teilhaben. Dabei steht bei der 31-Jährigen nicht nur sportlicher Content im Vordergrund.
Buckwitz präsentiert sich auf der Erotikplattform OnlyFans, teilt dort neben Trainingsinhalten aus dem Kraftraum oder dem Eiskanal auch Freizügiges. Und finanziert sich so den teuren Bobsport. "Klar, ich bin eine Olympiasiegerin", sagte sie in einer Dokumentation des ZDF, damit sei es aber eben nicht getan: "Nur mit der Goldmedaille interessiert sich keiner für Lisa Buckwitz. Das ist leider die Schattenseite der Medaille."
Selbstvermarktung sei notwendig – und es funktioniert. Das Medienecho auf ihren ungewöhnlichen Sponsor war und ist weiterhin groß, auch international. In Cortina will sie in diesen Tage aber vor allem für sportliche Schlagzeilen sorgen und im Zweierbob am Freitag und Samstag Geschichte schreiben.
Nach ihrer Goldmedaille als Anschieberin von Mariama Jamanka 2018 in Pyeongchang greift die Athletin vom BRC Thüringen im Cortina Sliding Centre nun als Pilotin nach dem größtmöglichen Erfolg. Dieses olympische "Double" hat vor Buckwitz noch niemand geschafft. Und die Vorzeichen stehen gut.
In drei der vier ersten Trainingseinheiten raste Buckwitz zur Bestzeit, bei der mit Spannung erwarteten Entscheidung am Wochenende ist eine Medaille ihr erklärtes Ziel. "Hoffentlich werde ich das Ding rocken", sagte die in Potsdam lebende Athletin, die im Monobob am Montag auf dem undankbaren vierten Platz gelandet war.

