Netflix hatte vergangenen Monat das lang erwartete Rückkampf-Duell der beiden Protagonisten des umsatzstärksten Boxkampfs der Geschichte angekündigt: Pacquiao und Mayweather – beide inzwischen Ende vierzig – sollen am 19. September in der Sphere in Las Vegas erneut aufeinandertreffen.
Doch Mayweather sorgte diese Woche für Aufsehen in der Boxwelt, als er andeutete, dass die beiden Rivalen, deren Kampf 2015 4,6 Millionen Pay-per-View-Käufe erzielte, diesmal nur zur Show in den Ring steigen würden. "Es ist ein Schaukampf, also sind wir beide Gewinner," sagte Mayweather im Interview mit Vegas Sports Today, sie "wollen einfach rausgehen, die Leute unterhalten und eine gute Show bieten."
Mayweather "verstößt offiziell gegen seinen Vertrag"
Pacquiao hingegen sieht das ganz anders: "Ich möchte ganz klarstellen, dass der Vertrag, den wir unterschrieben haben, einen professionellen Boxkampf vorsieht. Das ist kein Schaukampf, sondern ein echter Kampf," erklärte er in einer Mitteilung an AFP. "Ich möchte jegliche Falschinformationen bezüglich meines bevorstehenden Duells gegen Floyd Mayweather ausräumen. Von Anfang an war es mein Ziel, den Fans das zu bieten, was sie wirklich sehen wollen: Einen hochklassigen, wettkampforientierten und offiziell sanktionierten Kampf."
Er ergänzte, dass die Ankündigung des Rückkampfs durch Netflix im Februar "die genauen Bedingungen unserer Vereinbarung widerspiegelte" und dass sein Team erwarte, dass "die ursprünglichen Vertragsbedingungen eingehalten werden".
Am Mittwoch kritisierte Jas Mathur, CEO von Manny Pacquiao Promotions, Mayweathers Aussagen im Gespräch mit ESPN scharf und betonte, dass der Kampf stattfinden werde. "Floyd Mayweather verstößt offiziell gegen seinen Vertrag", sagte er dem US-Sportsender.
