"Ich weiß es nicht. Ich würde gerne antworten, aber ich kann diese Frage nicht beantworten", erwiderte er auf die Frage nach seinem Karriereende. Seit er 30 Jahre alt sei, habe er eine wichtige Lektion gelernt: "Lebe im Moment, denke nicht an morgen."
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Dass ein Ende seiner Laufbahn näher rückt, hatte Ronaldo bereits im August angedeutet. Damals erklärte er, die Saison 2026/27 werde "wahrscheinlich mein letztes Jahr im Fußball" sein. Einen genauen Zeitpunkt für seinen Rücktritt nannte er allerdings auch damals nicht.
Sollte er sich zu einem Abschied entschließen, wolle er die Nachricht selbst verkünden. "Wenn ich es ankündige, dann sage ich es der ganzen Welt, nicht nur den Portugiesen."
"Ich will auf dem Platz helfen"
Seine Berufung für die portugiesische Nationalmannschaft unter dem neuen Trainer Jorge Jesus sieht Ronaldo weiterhin vor allem sportlich begründet. "Ich komme zur Nationalmannschaft, weil ich in meinem Verein den Unterschied mache und immer noch etwas beitragen kann."
Dabei betonte der fünfmalige Weltfußballer, dass seine Vergangenheit für ihn keine Sonderrolle rechtfertigen solle. "Ich will auf dem Platz helfen, nicht mit meinem Lebenslauf." Auch als Kapitän und aufgrund seiner Erfahrung wolle er die Mannschaft unterstützen, entscheidend bleibe für ihn aber der Beitrag auf dem Rasen.
Jorge Jesus hatte bereits bei seiner ersten Kader-Nominierung klargemacht, dass Ronaldo trotz seines außergewöhnlichen Status nach aktueller Leistung beurteilt werde. "Wenn er Leistung bringt, spielt er. Wenn er keine Leistung bringt, spielt er nicht", erklärte der neue Nationaltrainer.
1000 Tore bleiben Ronaldos großes Ziel
Neben der Frage nach dem Karriereende beschäftigt Ronaldo weiterhin eine historische Marke: 1000 Tore in seiner Karriere. "Mein Ziel ist es, 1000 Tore zu erreichen und mit der Nationalmannschaft erfolgreich zu sein." Gleichzeitig wolle er sich nicht von dieser Zahl unter Druck setzen lassen: "Ich habe schon zugegeben, dass ich dieses Ziel erreichen will und es auch schaffen werde, aber ich bin nicht besessen davon. Wenn man besessen ist, läuft es meistens nicht wie gewünscht."
Die Marke von 1000 Toren wäre für Ronaldo nach eigener Einschätzung allerdings nicht das Ende seiner Laufbahn. "Es wäre nicht das Ende, aber es wäre eine schöne Geschichte." Zuletzt wurde seine Karriere mit 979 Treffern geführt, sodass ihm noch 21 Tore bis zur historischen Marke fehlen.
EM 2028 möglich?
Auch die Frage, ob die Weltmeisterschaft 2026 tatsächlich sein letztes großes Turnier sein würde, beschäftigt Ronaldo weiterhin. War auch ein Rücktritt eine Möglichkeit? "Ja, ich habe darüber nachgedacht, natürlich. Ich denke immer über meine Entscheidungen nach, über meine Zukunft, meine Vergangenheit. Ich denke über alles nach."

Eine Teilnahme an der EM 2028 schließe er demnach nicht aus: "Für mich zählt die Gegenwart am meisten. Ihr wollt unbedingt, dass ich nicht mehr dabei bin, das spüre ich. Es sind nicht alle, nur ein paar, aber ich konzentriere mich auf die Menschen, die mich mögen, die ins Stadion kommen, um Cristiano zu sehen. Das ist meine Leidenschaft, um weiterzukommen", so Ronaldo.
Gleichzeitig machte der Portugiese deutlich, warum er sich noch nicht endgültig verabschiedet hat. Er habe mit seinem Präsidenten und seinem Trainer gesprochen, beide würden weiterhin auf ihn setzen. "Ich glaube, dass ich der Nationalmannschaft helfen kann, ihre Ziele zu erreichen."
