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Irland: "Deutliche Mehrheit" für Austragung der Israel-Spiele

Proteste in Dubling gegen das Länedrspiel
Proteste in Dubling gegen das LänedrspielNadia Caimi / Zuma Press / Profimedia

Debatte beendet: Die umstrittenen Nations-League-Spiele zwischen Irland und Israel sollen wie geplant stattfinden. Das teilte der irische Verbandspräsident David Courell am Samstag nach einer "90-minütigen Mannschaftssitzung" mit: "Es gab eine deutliche Mehrheit, die sich für eine Fortsetzung ausgesprochen hat. Der Verband hat die Entscheidung getroffen, diese Spiele auszutragen."

Spiel eins steigt am Sonntag (20:45 Uhr/DAZN) im ungarischen Debrecen, das Rückspiel am 4. Oktober ebenfalls auf neutralem Boden in Backa Topola (Serbien).

Wegen Israels militärischem Vorgehen im Gazastreifen als Reaktion auf den Überfall der Hamas hatte es in Irland im Vorfeld Forderungen nach einem Boykott gegeben. Der irische Verband FAI hatte bereits auf sein Ticketkontingent verzichtet.

"Heute Morgen hat ein Spieler dem Cheftrainer sein Unbehagen mitgeteilt und seine Absicht bekundet, aus dem Kader auszusteigen. Diese neue Situation erforderte Zeit und Überlegungen seitens der Mannschaft", sagte Courell am Samstag.

Die am Morgen angesetzte Pressekonferenz mit Trainer Heimir Hallgrímsson wurde deshalb in letzter Minute verschoben.

Match-Center: Israel vs. Irland

Auch Stimmen gegen Austragung

Zuvor hatte sich Jason Knight als erster Spieler öffentlich gegen die Austragung am Sonntag ausgesprochen. "Ich denke nicht, dass die Partie stattfinden sollte, aber sie findet statt", sagte der Profi des englischen Zweitligisten Bristol City nach der 0:1-Niederlage Irlands gegen Kosovo.

Coach Hallgrimsson hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, einige seiner Spieler fühlten sich unwohl dabei, die Spiele bestreiten zu müssen.

Hallgrimsson
HallgrimssonMINAS PANAGIOTAKIS / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / GETTY IMAGES VIA AFP
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