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"Ich komme zurück": Saison-Aus für Lauf-Ikone Faith Kipyegon nach Verletzung

Faith Kipyegon wird den Rest der Leichtathletik-Saison verpassen.
Faith Kipyegon wird den Rest der Leichtathletik-Saison verpassen.ARTUR WIDAK / NURPHOTO VIA AFP

Die kenianische Leichtathletik-Legende und dreifache Olympiasiegerin Faith Kipyegon zieht vorzeitig einen Schlussstrich unter die laufende Saison. Um eine hartnäckige Oberschenkelverletzung vollständig auszuheilen, begibt sich die 32-Jährige in eine Wettkampfpause.

Die Weltrekordhalterin über 1500 Meter kämpft bereits seit Ende Mai mit Beschwerden im Oberschenkel. Da die Genesung langsamer verläuft als erhofft, entschied sich die Ausnahmeläuferin nun für den Schritt in die Pause. In einer Videobotschaft auf ihren Social-Media-Kanälen wandte sich Kipyegon direkt an ihre Anhänger.

"Als Athletinnen und Athleten verlangen wir unseren Körpern extrem viel ab. Es gibt immer eine schmale Grenze zwischen absoluter Fitness und Verletzungsrisiko. Seit Ende Mai kämpfe ich mit einer Oberschenkelverletzung, und leider braucht die Genesung etwas länger, als ich gehofft hatte. Ich weiß, dass es jetzt das Wichtigste ist, mich um meinen Körper zu kümmern, um in Bestform zurückzukommen. Deshalb nehme ich mir die Zeit zur Heilung und Erholung. Ich komme zurück."

Kipyegons beispiellose Karriere

Kipyegon schrieb erst kürzlich bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Sportgeschichte: Als erste Athletin überhaupt sicherte sie sich zum dritten Mal in Folge Olympia-Gold über 1500 Meter (nach Rio 2016 und Tokio 2020) und stellte dabei einen neuen olympischen Rekord auf. Zudem gewann sie in Paris – nach einem erfolgreichen Einspruch gegen eine vorübergehende Disqualifikation – die Silbermedaille über 5000 Meter.

Ihre Titelsammlung umfasst darüber hinaus vier Weltmeistertitel über 1500 Meter (2017, 2022, 2023, 2025) sowie WM-Gold über 5000 Meter (2023). Bereits in der Jugend glänzte sie mit Goldmedaillen bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften (2011, 2013) sowie den U18- und U20-Weltmeisterschaften. Damit gehört sie zu den seltenen 11 Athleten weltweit, die Weltmeistertitel auf Jugend-, Junioren- und Seniorenebene gewinnen konnten.

Die Probleme kündigten sich bereits im Frühjahr an. Nach einem erfolgreichen Start in die Saison beim 10-km-Lauf des Monaco Runs (29:46 Minuten) spürte Kipyegon die Verletzung erstmals beim Diamond-League-Meeting in Shanghai, wo sie das 5000-Meter-Rennen dennoch in 14:24,14 Minuten gewann.

Beim anschließenden Prefontaine Classic im US-amerikanischen Eugene machte sich der Trainingsrückstand bemerkbar: Auf der Schlussrunde der Meile ging ihr die Kraft aus, und sie musste sich in 4:17,80 Minuten mit Rang drei hinter der US-Amerikanerin Nikki Hiltz und Dorcus Ewoi begnügen. Dennoch gab sie sich damals optimistisch und hob die Fortschritte der vorangegangenen Wochen hervor. Ihren vorerst letzten Wettkampf bestritt Kipyegon schließlich bei der Diamond League in Monaco, wo sie über 3000 Meter in 8:24,21 Minuten Vierte wurde.

Welle der Unterstützung aus Kenia

Die Nachricht von Kipyegons Saison-Aus löste in ihrer Heimat Kenia eine Welle des Zuspruchs aus. Zahlreiche Fans und Wegbegleiter wünschten der Championne eine rasche Genesung. Besonders treffend fasste es ein Fan in den sozialen Medien zusammen:

"Du hast diesem Sport alles gegeben, und jetzt fordert dein Körper Zeit zurück. Das ist keine Schwäche, sondern Weisheit. Die gleiche Kämpferin, die auf der Bahn Geschichte geschrieben hat, zeigt jetzt noch mehr Stärke, indem sie den längeren Weg zur vollständigen Genesung wählt. Die Bahn wird warten – und wenn du zurückkehrst, wird die Welt sehen, wie du über dich hinauswächst."

Dennis Mabuka
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