Richardson, die bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Silber über 100 Meter gewann, profitierte im Finale am Montag von einem zweiten Anlauf, nachdem der erste Versuch durch einen Fehlstart unterbrochen wurde. Die 26-jährige US-Amerikanerin benötigte die gesamte Distanz, um die bis dahin führende Charlotte Nielsen kurz vor dem Ziel noch abzufangen.
"Sie kommt aus dem Nichts!", rief Kommentator-Legende Bruce McAvaney begeistert aus, als Richardson das Feld von hinten aufrollte.
Während Richardson bei großen Meetings oft sechsstellige Antrittsgelder generiert, fiel die Siegprämie in Stawell mit 40.000 Australischen Dollar vergleichsweise bescheiden aus. Ob sie oder ihr Partner Christian Coleman – der bei den Männern ebenfalls ohne Handicap antrat, sich aber nicht für das Finale qualifizieren konnte – zusätzliche Startgelder erhielten, bleibt offiziell unklar.
Geduld als Schlüssel zum Erfolg
Nach einem holprigen Halbfinale zeigte sich Richardson am Montag deutlich fokussierter. Sie führte ihren Sieg vor allem auf ihre "geduldigen ersten zehn Meter" zurück.
Der Wendepunkt: "Ab der 90-Meter-Marke wusste ich, dass ich gewinnen würde", so Richardson im Interview. "Dies ist eines der aufregendsten und spaßigsten Events meiner Karriere. Die ehrliche Begeisterung der Fans für die Leichtathletik ist hier einfach unschlagbar."
