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100 Tage vor Heim-WM: Handballer spüren "brutale" Vorfreude

DHB-Sportvorstand Ingo Meckes (l.) und Bundestrainer Alfred Gislason freuen sich auf die Heim-WM im Januar
DHB-Sportvorstand Ingo Meckes (l.) und Bundestrainer Alfred Gislason freuen sich auf die Heim-WM im JanuarČTK / imago sportfotodienst / Marco Wolf

Juri Knorr und Co. können es kaum erwarten, die Hallen sind schon jetzt proppevoll, die Zielsetzung ist klar: 100 Tage vor der Heim-WM fiebert der deutsche Handball einem neuen Wintermärchen entgegen. 20 Jahre nach der Krönung von Heiner Brand und seiner legendären Mannschaft wollen Deutschlands Handballer endlich wieder den WM-Thron erklimmen - und Dominator Dänemark vor den eigenen Fans vom Sockel stoßen.

"Unsere Nationalmannschaft freut sich brutal darauf, alle freuen sich", sagt DHB-Sportvorstand Ingo Meckes im SID-Interview mit Blick auf den Saison-Höhepunkt im Januar. In der Gastgeberrolle sieht er eine große Chance. "Ich gehe davon aus, dass sich das in Energie umwandelt und wir den Heimvorteil nutzen werden", so Meckes.

Zum Match-Center: Deutschland vs. Tunesien

Die Augen des Sportchefs leuchten, wenn er von der Heim-WM spricht. Denn auch in der Verbandszentrale in Dortmund zählen sie längst die Tage bis zum WM-Auftaktspiel am 13. Januar im Münchner SAP Garden gegen Tunesien. Am Montag sind es noch 100, höchste Zeit also, die Sinne für das Mega-Event zu schärfen.

Mit "Effekt" nach "Hype" zur besinderen Medaille?

"Wir erleben um die Nationalmannschaft momentan einen absoluten Hype. Jetzt müssen wir alle daran arbeiten, dass es nach der WM einen weiteren Effekt gibt", sagt Meckes. Aufgabe sei es, die Handball-Community zu verlassen und "die breite Bevölkerung, die bei Großereignissen mitfiebert, dauerhaft für den Handball zu gewinnen. Die WM kann dafür noch einmal ein Boost sein."

Die beste Währung für dieses Vorhaben ist (natürlich) sportlicher Erfolg. Nach den zweiten Plätzen hinter Dänemark bei der letzten EM und bei den Olympischen Spielen ist die Benchmark klar. "Wenn wir in die entsprechende Situation kommen und dann 20.000 Zuschauer im Rücken haben, ist ganz viel möglich", sagt Meckes.

Eine, wie er sie nennt, "besondere Medaille wäre schön. Aber dafür braucht es harte Arbeit und im richtigen Moment die richtige Leistung. Wir haben Jungs, die wissen, wie es läuft und die in jedem Turnier das Maximale erreichen wollen. Da hat sich ein Spirit und eine Mannschaft entwickelt, die an sich glaubt. Deswegen glaube auch ich an diese Mannschaft und dass sie eben dieses Maximale erreichen kann. Die Qualität bringt sie mit."

Es bleibt nur wenig Vorbereitung

Viel Zeit zum Heißlaufen bleibt nicht, gerade einmal vier Spiele bleiben der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason noch bis zum Turnierstart. Die doppelte WM-Generalprobe unmittelbar vor Beginn der Titelkämpfe gegen Portugal (8. und 10. Januar), sowie die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Belgien in Berlin (5. November, 20.30 Uhr) sowie in der Slowakei (7./8. November).

Kein Wunder, dass Gislason schon dem einzig verbleibenden Lehrgang in diesem Jahr mit seinem Team entgegenfiebert. "Ich freue mich riesig darauf, dass wir uns in Berlin treffen, und auf die Spiele gegen Belgien und die Slowakei", sagte der Isländer am Wochenende bei Dyn: "Wir haben nur diese eine Woche, um zu testen und uns weiter in die Spur zu bringen, bevor es dann im Januar ernst wird." Auch Gislason kann es kaum erwarten.

 

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