"Mein Geheimfavorit ist allerdings Melsungen, sie haben einen überragenden Kader. Dahinter folgen vier oder fünf Teams auf ähnlich hohem Niveau. Wir alle haben die gleiche Chance, Zweiter oder Dritter zu werden." Die Berliner eröffnen ihre Saison am Donnerstagabend direkt mit dem Duell gegen Melsungen.
Erst am Samstagabend hatte der Pokalsieger aus der Hauptstadt im Supercup den Kürzeren gezogen: Gegen den deutschen Meister aus Magdeburg waren die Füchse chancenlos und unterlagen in München deutlich mit 31:38. "Das war für uns alle ein Realitätscheck", räumte Gidsel ein. Dennoch bleibt er optimistisch, dass die Berliner eine starke Saison spielen werden.
Gidsel will am liebsten immer spielen
"Wir haben zwar einige Spielertypen verloren, aber das eröffnet uns auch neue Möglichkeiten. Es wird etwas Zeit brauchen, da wir vier Jahre lang mit derselben Stammbesetzung aufgelaufen sind. Das ist ein Prozess, aber die nötige Qualität ist auf jeden Fall da", zeigt sich der dänische Europameister überzeugt.
Dass im Berliner Rückraum aktuell auf dem Papier nur zwei weitere Akteure neben ihm stehen, macht Gidsel keine Sorgen. Über hohe Belastung oder Müdigkeit verschwendet er keinen Gedanken – der Welthandballer will am liebsten immer durchspielen: "Wenn ich auf der Bank sitze, werde ich wütend. Die personelle Situation passt also perfekt zu mir", scherzte er.
Die 61. Saison der Handball-Bundesliga startet am Donnerstagabend mit der Partie zwischen dem THW Kiel und TBV Lemgo-Lippe. Insgesamt bestreiten die 18 Bundesligisten 306 Spiele, ehe nach 34 Spieltagen spätestens am 6. Juni 2027 die Meisterschale überreicht wird.
