Nächster THW-Dämpfer: Pleite bei "Lieblingsgegner" Stuttgart

Kiel hat den nächsten empfindlichen Tiefschlag erlitten
Kiel hat den nächsten empfindlichen Tiefschlag erlittenČTK / imago sportfotodienst / Sandy Dinkelacker

Handball-Rekordmeister THW Kiel hat im Rennen um die Champions-League-Plätze den nächsten empfindlichen Tiefschlag erlitten. Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha verlor ausgerechnet bei ihrem Lieblingsgegner TVB Stuttgart 27:32 (16:14) und kassierte die zweite Liga-Niederlage in Folge.

Erst am vergangenen Spieltag hatte Kiel klar gegen den VfL Gummersbach verloren (26:34). In Stuttgart sahen die 6212 Zuschauer zunächst eine ausgeglichene Partie. Nach dem 20:20 (42.) setzten sich die Stuttgarter, die mit dem Abstieg nichts zu tun haben dürften, mit einem 8:1-Lauf ab und entschieden die Partie damit vorzeitig. Kiel leistete sich in dieser Phase mehrere Ballverluste und Fehlwürfe.

Bester Werfer für Stuttgart waren Ex-Nationalspieler Kai Häfner (10) sowie Simone Mengon und Jakob Nigg (beide 7), für Kiel traf Vize-Europameister Lukas Zerbe (5) am häufigsten. Der TVB feierte damit im 22. Anlauf seinen ersten Sieg überhaupt gegen die Kieler, die vorherigen Duelle hatte allesamt der THW für sich entschieden.

"Dass wir wieder einmal so den Faden in der zweiten Halbzeit verlieren, ist leider nicht erklärbar. Wir werfen nach der Pause nur elf Tore, damit kannst du gegen Stuttgart nicht gewinnen", sagte der Kieler Hendrik Pekeler.

Zum Match-Center: Stuttgart vs. Kiel

Gummersbach bleibt auf Europakurs

Traditionsklub VfL Gummersbach untermauerte seine Europapokal-Ambitionen derweil eindrucksvoll. Die formstarken Oberbergischen entschieden das spannende Verfolgerduell der Handball-Bundesliga gegen den TBV Lemgo Lippe 28:27 (15:14) für sich und feierten ihren sechsten Sieg in Folge.

Mit nun 33:13 Punkten behauptete die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson ihre starke Position im oberen Tabellendrittel (6.). Lemgo (34:14) bleibt Tabellenvierter, verpasste aber, den nächsten Ausrutscher des THW (5./34:14) zu nutzen. Bester Werfer der Gastgeber war der Niederländer Kay Smits mit acht Toren. Für Lemgo trafen Samuel Zehnder und Niels Gerardus Versteijnen sechsmal.

Der VfL bestätigte damit seine herausragende Form: Neben den Füchsen Berlin stellt Gummersbach das einzige Team der Liga, das bislang alle Spiele in 2026 gewonnen hat.

Zum Match-Center: Gummersbach vs. Lemgo