"Wenn die Fans 'Oh, wie ist das schön' singen, dann haben wir wohl nicht allzu viel falsch gemacht", sagte Gaugisch bei Sporteurope.TV. Das Duell mit Serbien werden nun ein "ganz anderes Spiel, sie spielen einen anderen Style, sind in einigen Dingen saugefährlich und auch abgezockt. Das wird ein sauschweres Spiel, aber es ist wichtig, dass wir das gewinnen."
Vor 5527 Zuschauern in der erneut ausverkauften Porsche-Arena ließ das DHB-Team von Beginn an keine Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen. Mit hohem Tempo und viel Zug zum Tor zog die deutsche Auswahl früh davon und nutzte die große individuelle Überlegenheit konsequent aus. In der zweiten Hälfte baute Deutschland den Vorsprung weiter aus, auch weil Uruguay zahlreiche technische Fehler produzierte.
Blickt geht langsam Richtung Endrunde
Beste deutsche Werferinnen waren Nieke Kühne und Nina Engel mit jeweils sieben Toren. Coach Gaugisch nutzte die Partie gegen das Amateurteam aus Uruguay, um die Spielanteile zu verteilen. Im Tor tankte Sarah Wachter, die diesmal anstelle von Katharina Filter randurfte, mit einigen Paraden Selbstvertrauen. Zum Turnierauftakt hatte das deutsche Team gegen Island gewonnen (32:25).
"Ich habe einfach richtig Bock, dieses Turnier zu spielen. Man merkt, dass alle on fire sind", sagte die 21-jährige Kühne und sprach von einem "super Spiel" ihres gesamten Teams.
Mit 4:0 Punkten geht es für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Sonntag gegen die Serbinnen (18.00 Uhr/Sporteurope.TV) auch darum, wichtige Punkte in die Hauptrunde mitzunehmen. Diese beginnt kommende Woche in Dortmund, wo der Weg ins Viertelfinale führen soll. Ziel des Verbands ist die erste Medaille seit WM-Bronze 2007.
Pflichtsieg trotz Rotationen nie gefährdet
Gegen Uruguay hatte Deutschland am Freitagabend das erwartet leichte Spiel. Obwohl Torjägerin Emily Vogel wegen einer leichten Erkältung geschont wurde und für sie Annika Lott ins Team rutschte, stellte der Außenseiter die DHB-Sieben nie vor Probleme.
Zwar blieb Uruguay in der Anfangsphase zunächst auf Tuchfühlung und konnte zwischenzeitlich sogar auf 4:5 verkürzen, doch binnen zehn Minuten zog die DHB-Sieben auf 10:4 (24.) davon. Den Treffer zum 15:6 (29.) quittierte Gaugisch mit einem zufriedenen Kopfnicken - spätestens jetzt wusste er wie die lautstarken Zuschauer in der Halle: Dieses Spiel ist der deutschen Mannschaft nicht mehr zu nehmen.
Nach der Pause überzeugte die DHB-Auswahl mit schnörkellosem Tempospiel und überrannte den Gegner förmlich. 31:11 hieß es nach 48 Minuten - das deutsche Team ist bereit für die nächsten Aufgaben.
