Nach der Vorrunden-Niederlage gegen Serbien (27:30) hatten sich die früheren Nationalspieler Stefan Kretzschmar, Pascal Hens und Michael Kraus im "Harzblut"-Talk von Dyn kritisch über Gislason geäußert. Es habe "die Führung von außen gefehlt", monierte 2007-Weltmeister Hens. Man habe im Angriff "keinen Plan B". Kraus, ein weiterer WM-Champion von vor 19 Jahren, wählte noch deutlichere Worte: "Alfred, scheiße gecoacht, vercoacht."
Entwicklung des DHB-Teams freut Gislason
Gut zwei Wochen nach dem drohenden Vorrunden-Aus holte Deutschland am Sonntag die erste EM-Medaille seit dem Titelgewinn 2016. "Wenn es nur ein klein bisschen ein halbes Dreckspiel ist, dann ist jeder von diesen Selbstdarstellern bereit, uns ans Bein zu pinkeln", sagte Gislason: "Also kann ich in Ruhe weitermachen."
Der 66-Jährige freut sich "extrem" über die Entwicklung seiner Mannschaft. "Es freut mich noch mehr als die Silbermedaille. Und die Entwicklung ist noch nicht vorbei."
