"Meilenstein": 12,8 Millionen sehen Handball-EM-Finale – Jeder Zweite schaut zu

Das Finale der Handball-EM zwischen Dänemark und Deutschland hat Rekordquoten erreicht.
Das Finale der Handball-EM zwischen Dänemark und Deutschland hat Rekordquoten erreicht.SINA SCHULDT / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Die Endspielniederlage von Deutschlands Handballern gegen Dänemark hat dem ZDF die mit Abstand beste TV-Quote im Turnierverlauf beschert. Durchschnittlich 12,82 Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen sahen am Sonntagabend das 27:34 der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason gegen Weltmeister und Olympiasieger Dänemark. Dies entsprach einem Marktanteil von starken 50,8 Prozent – jeder Zweite schaltete beim Handball ein.

"Das EM-Endspiel war ein Lagerfeuer, vor dem sich die deutschen Fernsehzuschauer versammelt haben - Handball hat begeistert und inspiriert", sagte Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes: "Mehr als 50 Prozent Marktanteil sind überragend und ein Meilenstein. Diese fantastischen Zahlen, übrigens noch ohne Livestreams und digitale Nachverwertung, sind Komplimente für das gesamte Team. Was unsere Handball-Nationalmannschaft da in den vergangenen Wochen im Doppelpass mit ARD und ZDF geleistet hat, ist Gold wert."

Zum Match-Center: Dänemark vs. Deutschland

Damit lag das Endspiel in absoluten Zahlen knapp unter der TV-Quote vom bis dato letzten deutschen EM-Triumph vor zehn Jahren in Polen. Damals hatten beim Finalsieg gegen Spanien 12,98 Millionen (42 Prozent) in der ARD zugesehen.

Insgesamt drei Partien während des Turniers in Dänemark knackten die Marke von durchschnittlich sieben Millionen Zuschauern. Die bisherige Bestmarke hatte das Erste im Halbfinale gegen Kroatien (7,96/40,3) verbucht. Mehr als sieben Millionen Zuschauer hatte bei dieser EM zudem das Duell mit Frankreich (7,02/34,3) im ZDF.

Weitere Höhepunkte: In der Vorrunde gegen Spanien sahen 6,97 Millionen Menschen (27,7) zu. Ebenfalls mehr als sechs Millionen Menschen schalteten beim Hauptrundensieg gegen Norwegen mit der Glanzleistung von Andreas Wolff (6,22/25,4) ein. Die geringste Quote erzielte der Hauptrunden-Auftakt gegen Portugal (4,02/34,5), als die Partie an einem Donnerstag bereits um 15.30 Uhr angeworfen wurde.

Die neun deutschen EM-Spiele und ihre Quoten:

Finale: Deutschland - Dänemark 27:34 (ZDF) 12,8 (50,8)

Halbfinale: Deutschland - Kroatien 31:28 (ARD) 7,96 (40,3)

Hauptrunde: Deutschland - Frankreich 38:34 (ZDF) 7,02 (34,3)

Hauptrunde: Deutschland - Dänemark 26:31 (ARD) 6,04 (19,7)

Hauptrunde: Deutschland - Norwegen 30:28 (ZDF) 6,22 (25,4)

Hauptrunde: Deutschland - Portugal 32:30 (ARD) 4,02 (34,5)

Vorrunde: Deutschland - Spanien 34:32 (ZDF) 6,97 (27,7)

Vorrunde: Deutschland - Serbien 27:30 (ARD) 5,66 (23,8)

Vorrunde: Deutschland - Österreich 30:27 (ARD) 5,53 (23,7)