Handball-EM: Island überrollt Hanning – Dänemark souverän, Färöer Inseln begeistern

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Die Färöer Inseln feiern den sensationellen Punktgewinn gegen die Schweiz
Die Färöer Inseln feiern den sensationellen Punktgewinn gegen die SchweizČTK / NTB Scanpix / Cornelius Poppe

Die von Bob Hanning trainierten Italiener sind mit einer erwartbaren Niederlage in die Handball-Europameisterschaft gestartet. Das Team des einzigen deutschen Nationalcoachs beim Turnier in Dänemark, Schweden und Norwegen unterlag zum Auftakt in Gruppe F in Kristianstad den hoch eingeschätzten Isländern mit 26:39 (12:21) und steht vor den verbleibenden Vorrundenpartien gegen Ungarn und Polen unter Druck.

Leo Prantner vom Hanning-Klub Füchse Berlin war mit sieben Toren der erfolgreichste Werfer der Italiener, die nach 28 Jahren ihr Comeback auf der EM-Bühne gaben.

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Bei den Isländern trugen Gisli Kristjansson und Omar Ingi Magnusson von Champions-League-Sieger SC Magdeburg mit sieben beziehungsweise sechs Treffern zum klaren Erfolg bei.

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Portugal, das bei der WM 2025 im Viertelfinale die deutsche Mannschaft aus dem Turnier befördert hatte, wurde in Gruppe B gegen Rumänien in Herning seiner Favoritenrolle vollauf gerecht uns siegte mit 40:34 (23:15). Noch mehr Tore als beim Sieg der Portugiesen bekamen die Zuschauer in Oslo geboten: Slowenien besiegte Montenegro in Gruppe D mit 41:40 (19:18) - 81 Tore fielen noch nie bei einer Männer-EM.

Co-Gastgeber Dänemark, Topfavorit, Olympiasieger und Weltmeister, will erstmals seit 2012 wieder Europameister werden. Die Mission begann vielversprechend: Gegen Nordmazedonien siegte das Starensemble um Welthandballer Mathias Gidsel vom deutschen Meister Füchse Berlin in Herning mit 36:24 (17:12). Gidsel gelangen acht Treffer, neun erzielte der Flensburger Simon Pytlick.

Für Begeisterung sorgte unterdessen Underdog Färöer Inseln, das in der Heimat die meisten öffentlichen Einrichtungen schloss, da mehr als zehn Prozent der Bevölkerung nach Oslo gereist war, um das Land zu unterstützen. Das Team zahlte es bei seiner zweiten EM-Teilnahme zurück und erkämpfte sich gegen die Schweiz einen Punkt in letzter Minute, am Ende hieß es 28:28 (15:13). Ungarn schlug Polen klar mit 29:21 (14:10).