Im Dezember sorgten die deutschen Frauen mit dem überraschenden Einzug ins WM-Finale für Aufsehen. Nun hofft Gislason, dass auch die Männer bei der Europameisterschaft an diese Leistung anknüpfen können. Dabei macht der Bundestrainer jedoch deutlich, dass sich sein Team auf dem Weg in die Endrunde keinen Ausrutscher erlauben darf.
"Uns allen ist bewusst, dass dieses Turnier extrem anspruchsvoll wird. Es warten viele harte Spiele auf uns. Das beunruhigt uns aber nicht – unsere Ziele bleiben unverändert", betont Gislason. Die Mannschaft sei jung, habe in den vergangenen Jahren wertvolle Erfahrung gesammelt und wachse immer besser zusammen.
Starke Vorrundengegner – DHB-Ziel Halbfinale
"Natürlich hoffe ich, dass wir uns weiter steigern können. Dann haben wir eine echte Chance. An einem guten Tag können wir jeden schlagen. Dänemark ist bei jedem Turnier der Favorit, aber dahinter liegen viele Teams leistungsmäßig sehr eng beieinander", erklärte der Isländer im Gespräch mit Handball-World.
In der Vorrunde trifft Deutschland auf Spanien, Österreich und Serbien. In der Hauptrunde könnten unter anderem Titelverteidiger Frankreich, Welt- und Olympiasieger Dänemark, Norwegen sowie Portugal warten.
"Schon die Vorrundengegner sind stark, doch die Hauptrunde ist die eigentliche Herausforderung. Wenn wir unser Ziel Halbfinale erreichen wollen, dürfen wir uns in der Gruppenphase keinen Punktverlust leisten. Bereits zwei Niederlagen könnten das Aus für unsere Ambitionen bedeuten", erklärt Gislason. Deshalb sei das erste Ziel klar: der Gruppensieg.
Die Europameisterschaft findet vom 15. Januar bis 1. Februar 2026 statt und wird gemeinsam von Dänemark, Norwegen und Schweden ausgerichtet. Nach 2020 ist es bereits das zweite Mal, dass das Turnier in drei Ländern ausgetragen wird.
