Auch die Spitze des Deutschen Handballbundes (DHB) hält eine Diskussion über Gislasons Zukunft kurz vor dem Duell mit Titelverteidiger Frankreich am Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF) für deplatziert. "Wir sind jetzt mitten im Turnier, haben morgen die Chance, ins Halbfinale zu kommen, haben eine Top-6-Platzierung. Von daher gibt es in diese Richtung keine Gedanken, da irgendetwas zu ändern", sagte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes.
Match-Center: Deutschland vs. Frankreich
Blick in "die Zukunft"
Gislasons Vertrag gilt noch bis einschließlich der Heim-WM 2027 im kommenden Jahr. DHB-Präsident Andreas Michelmann hatte während der Vorrunde, in der nach der Niederlage gegen Serbien zwischenzeitlich das Aus gedroht hatte, darauf verwiesen, dass wie üblich nach Turnierende die Leistung der DHB-Coaches in einer Präsidiumssitzung zu bewerten sei.
Gislason ließ diese Debatte nach eigener Aussage kalt. "Ich bin seit 1991 Trainer – und habe so vieles erlebt, dass ich mir überhaupt keinen Kopf gemacht habe. Ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, dass ich nicht die Rückendeckung des Verbandes habe", sagte der 66-Jährige: "Wir arbeiten sehr gut zusammen. Aber ich weiß natürlich, wie das geht. Ich hatte die Aufgabe, diese Mannschaft auszubauen. Das habe ich gemacht - und die Zukunft dieser Mannschaft sieht sehr gut aus."
Ein Remis gegen Titelverteidiger Frankreich reicht Deutschland bereits, um das Ticket für das Halbfinale in Herning zu lösen. Bei einer Niederlage spielt das deutsche Team am Freitag um Platz fünf.
