Wie schon beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Mitfavoriten (32:29) war am Sonntag die Deckung vor dem glänzenden Torhüter Wolff, der wie sein Positionskollege David Späth drei Tage zuvor in Zagreb glänzte, der Schlüssel zum Erfolg. Für Bundestrainer Alfred Gislason ist das vor dem EM-Start am Donnerstag (20.30 Uhr/ARD und Flashscore-Audioreportage) gegen Österreich kein Zufall.
Zum Match-Center: Deutschland vs. Kroatien
In der Abwehr habe man im Vergleich zum Vorjahr "deutlich mehr Breite", sagte der 66-Jährige in der ARD. So habe man bei der WM 2025, wo im Viertelfinale gegen Portugal das frühe Aus kam, im Innenblock "kaum" auf Kapitän Johannes Golla oder Julian Köster verzichten können. "Einer von beiden musste immer auf dem Feld stehen. Heute sieht das anders aus. Wir können ihnen mehr Pausen geben", sagte Gislason.
Mit Tom Kiesler vom VfL Gummersbach oder dem Berliner Matthes Langhoff bieten sich etwa zwei Turnier-Debütanten als Alternativen an. Und dann gibt es ja auch noch gestandene Spieler wie den Hannoveraner Justus Fischer oder Jannik Kohlbacher von den Rhein-Neckar Löwen. "Wir haben da wirklich ein Bollwerk stehen", sagte Kohlbacher. Und Gislason war "extrem zufrieden, wie die Neuen reingekommen sind – mit welcher Leidenschaft und Aggressivität. Die machen den Eindruck, als wären sie schon jahrelang dabei", sagte der Isländer glücklich.
Ein Profiteur von dem vielseitigen Defensivspiel ist Golla, der nun mehr Pausen auf der Bank zum Durchschaufen bekommt. "Das spricht für uns als Mannschaft – für den deutschen Handball. Es macht auch Spaß, die Jungs von außen zu sehen. Es freut mich, dass es so gut läuft", sagte der Flensburger: "Die Abwehr in Verbindung mit den Torhütern sieht richtig gut aus. Das war unser Ziel in den wenigen Tagen, die wir hatten – das zu stabilisieren. Das haben wir geschafft und freuen uns jetzt auf das Turnier."
