Zwei Teams, ein Ziel: Magdeburg und Berlin jagen Königsklassen-Titel

Gidsel und seine Füchse verloren das letzte CL-Finale gegen Magdeburg
Gidsel und seine Füchse verloren das letzte CL-Finale gegen MagdeburgFoto von RONNY HARTMANN / AFP

Die Gruppenphase der Handball-Champions-League biegt auf die Zielgeraden ein. Zwei deutsche Teams sowie ein weiterer DHB-Star liegen aussichtsreich im Rennen.

Die Champions League ist Europas wichtigster Klubwettbewerb im Handball. Nach der EM-Pause beginnt ab Mittwoch die heiße Phase in den zwei Achter-Gruppen, die letzten vier Spieltage stehen an. Mittendrin sind mit Titelverteidiger SC Magdeburg und dem deutschen Meister Füchse Berlin auch zwei deutsche Teams - sowie mit Spielmacher Juri Knorr bei Aalborg Handbold ein weiterer Deutscher.

Gute Ausgangsposition in der Gruppenphase

Ausgezeichnet! Berlin führt die Gruppe A mit 18 Zählern und einem Punkt Vorsprung vor Aalborg an. Magdeburg thront mit der Maximalausbeute von 20 Punkten aus den bisherigen zehn Partien an der Spitze der Gruppe B - zwei Zähler vor Barcelona. Noch wichtiger ist aber in beiden Fällen der Abstand zu Rang drei, da die beiden Bestplatzierten beider Gruppen direkt ins Viertelfinale einziehen und die Play-offs der Mannschaften auf den Plätzen drei bis sechs überspringen.

Es klingt etwas verrückt, aber Magdeburg reicht dank eines Vorsprungs von acht Punkten auf den Dritten Wisla Plock bereits ein Zähler aus den vier verbleibenden Spielen, um sich das Viertelfinalticket zu sichern. Vieles spricht dafür, dass es schon am Mittwoch (20.45 Uhr/DAZN und Dyn) gegen die Dänen von GOG Handbold klappt. Zumal der SCM vom 29:31 am Sonntag beim THW Kiel, der ersten Niederlage nach 34 Ligaspielen, zusätzlich angestachelt sein dürfte.

Auch die Füchse haben das Zwischenziel dicht vor Augen. Angesichts von sechs Punkten Abstand zum Dritten Veszprem benötigt der Hauptstadt-Klub noch drei Punkte aus den verbleibenden vier Spielen für den sicheren Einzug in die Runde der letzten Acht. Los geht es am Donnerstag (18.45 Uhr/DAZN und Dyn) mit einem Auswärtsspiel bei Dinamo Bukarest. Auch Knorrs Aalborg dürfte dank eines Fünf-Punkte-Polsters auf Veszprem ins Viertelfinale einziehen.

Zielsetzung wohl eindeutig

Titelgewinn! Klar geht es zunächst darum, als einer der vier Sieger des Viertelfinals zum Finalturnier nach Köln zu gelangen. Beim Final Four am 13. und 14. Juni 2026 in der Lanxess Arena kann es dann für beide deutsche Starter und auch für Knorr nur um die Krönung gehen.

Magdeburg will nach dem Sieg im Vorjahres-Endspiel gegen die Füchse erneut und damit dann zum vierten Mal (2002, 2023 und 2025) auf Europas Handball-Thron Platz nehmen. Berlin sehnt sich wie Aalborg nach dem Premierensieg in der Königsklasse, der mit 300.000 Euro entlohnt wird. Für den Zweitplatzierten gibt es 225.000, 150.000 Euro für den Dritten, 75.000 Euro für Platz vier.