Die Fans klatschten stehend Beifall, die Stars des SC Magdeburg nahmen den so wichtigen Schritt auf dem Weg zur Titelverteidigung eher routiniert zur Kenntnis. "Wir wollten ungeschlagen bleiben, und das haben wir geschafft", sagte Trainer Bennet Wiegert.
Für größere Gefühlsausbrüche taugte das durch und durch souveräne 37:30 des SCM gegen die Dänen von GOG Handbold, der elfte Sieg im elften Spiel der Champions-League-Saison, ganz offensichtlich nicht. Dabei ist die sportliche Bedeutung immens: Schon drei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase hat Magdeburg den Viertelfinaleinzug sicher, das Achtelfinale kann sich der deutsche Vizemeister sparen.
Nächstes Ziel: Wisla Plock
"Das ist ein riesiger Vorteil auf dem Weg zum Final Four. Es gibt uns ein sehr gutes Gefühl", sagte Wiegert. Richtig gut war das Gefühl auch deshalb, weil sich die Magdeburger drei Tage nach der Niederlage in Kiel (29:31) - der ersten nach saisonübergreifend 34 Ligaspielen - am Mittwochabend gut erholt zeigten. Der Isländer Omar Ingi Magnusson avancierte dabei mit sechs Toren zum besten Magdeburger Werfer, Manuel Zehnder kehrte nach seiner langwierigen Knieverletzung und über einem Jahr ohne Spiel in der Getec-Arena zurück.
Durch den Erfolg kann das Wiegert-Team nicht mehr von den ersten zwei Plätzen der Gruppe B verdrängt werden, der Umweg über die Play-offs bleibt dem SCM auf der Jagd nach dem vierten Königsklassen-Titel (2002, 2023 und 2025) erspart. In den noch verbleibenden drei Gruppenspielen geht es für die Magdeburger (22:0 Punkte) um den Gruppensieg.
Die nächste Aufgabe führt den SCM am kommenden Donnerstag (20.45 Uhr/DAZN und Dyn) nach Polen zu Wisla Plock. Das Viertelfinale wird am 29./30. April und 6./7. Mai ausgetragen, das Final Four steigt dann am 13. und 14. Juni in Köln.
