Königstransfer Fabian Reese verspürte trotz des Stotterstarts "Lust auf mehr". Tobias Strobl behielt sein Trainer-Debüt in der 2. Fußball-Bundesliga auch ohne den erhofften Dreier mit dem VfL Wolfsburg "sehr, sehr gerne in Erinnerung".
Beim 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern hatte der große Aufstiegsfavorit zwar einen ersten Realitätscheck in der neuen sportlichen Heimat erhalten.
An der positiven Grundstimmung und der klaren Zielsetzung änderte das enttäuschende Remis zum Saisonauftakt aber nichts.
"Es ist ein gemischtes Gefühl. Es waren viele gute Sachen und viele nicht so gute Sachen dabei. Das war uns aber bewusst", sagte Strobl und ergänzte: "Wir ziehen da ganz viel mit raus für die nächsten Wochen. Dann schauen wir, dass wir uns vor der Kiste auch öfter belohnen."

VfL setzt auf Neuzugänge
Muhammed Damar, Fraser Hornby und Hauke Wahl – drei von sechs Neuzugängen in der Startelf – hatten nach einer zähen Anfangsphase noch vor der Pause Großchancen ausgelassen.
Die erwartete Dominanz ließ der VfL insgesamt aber vermissen. Kaiserslautern lieferte ein Spiel auf Augenhöhe und hatte seinerseits mehrere gute Möglichkeiten. Wölfe-Keeper Jakub Zielinski verhinderte nach dem Seitenwechsel mit einer starken Parade gegen Naatan Skyttä den Rückstand.

Der große personelle Umbruch nach dem erstmaligen Bundesliga-Abstieg im Mai machte sich bemerkbar, noch ist das als Topteam der 2. Liga gehandelte Wolfsburger Ensemble nicht eingespielt.
Kein Grund, um den Kopf in den Sand zu stecken
"Wir haben 0:0 gegen eine Mannschaft gespielt, die absolut zweitligaerfahren ist", sagte Reese, der als Top-Transfer vom Ligarivalen Hertha BSC nach Wolfsburg gewechselt war, insgesamt aber unter seinen Möglichkeiten blieb: "Es gab ein paar Momente, die schon ganz gut ausgesehen haben, aber auch ein paar Momente, an denen wir arbeiten müssen. Da sind wir dran."

An der Grundausrichtung ändert sich beim VfL nichts. Die Voraussetzungen für die Mission Wiederaufstieg sind ideal. Die Niedersachsen sind der Krösus im Unterhaus, personell und finanziell kann kein Rivale mithalten.
Match-Center: Wolfsburg vs. Kaiserslautern
