Mit dem Ende des Wettbewerbs wirft Flashscore einen Blick auf das Team des Turniers – basierend auf unserem eigenen internen Bewertungssystem. Um sich für unsere Elf zu qualifizieren, mussten die Spieler mindestens vier Spiele absolviert und mindestens 300 Minuten auf dem Platz gestanden haben.
Team der Weltmeisterschaft

Torwart
Orlando Gill (Paraguay) – 7,5
Gill zeigte im Tor von Paraguay herausragende Leistungen und hielt seine Mannschaft mit sensationellen Paraden immer wieder im Spiel, sodass Paraguay das Achtelfinale der Weltmeisterschaft erreichte.
Er hatte die meisten Paraden des Turniers (23) und eine beeindruckende Quote von 78,57 % abgewehrter Schüsse. Seine beste Leistung zeigte er beim Überraschungssieg gegen Deutschland im 1/16-Finale, als er sechs Paraden zeigte und im Elfmeterschießen sowohl gegen Kai Havertz als auch gegen Nick Woltemade parierte.
Abwehr
Pedro Porro (Spanien) – 7,7
Nachdem er das erste Gruppenspiel noch hinter Marcos Llorente auf der Bank verbracht hatte, rückte Porro gegen Saudi-Arabien in die Startelf und etablierte sich als Spaniens Stamm-Rechtsverteidiger auf dem Weg zum souveränen WM-Titel.
Spanien kassierte im gesamten Turnier nur ein einziges Gegentor und Porros Laufstärke und Zweikampfhärte auf der rechten Seite waren ein Schlüssel für die defensive Überlegenheit. Der Tottenham-Außenverteidiger gewann in sechs Spielen elf Zweikämpfe – nur vier Abwehrspieler kamen auf mehr.
Seine Offensivqualitäten standen nie infrage und so steuerte er in der K.o.-Phase zwei Tore bei. Besonders wichtig war sein Treffer im Halbfinale gegen Frankreich, als er abgeklärt zum 2:0-Endstand einschob.

Pau Cubarsi (Spanien) – 7,9
Mit gerade einmal 19 Jahren ist Cubarsi das Abwehrjuwel im Zentrum der spanischen Defensive. Er wurde als bester junger Spieler ausgezeichnet, weil er eine Reife zeigte, die weit über sein Alter hinausgeht, und mit sieben Zu-Null-Spielen einen Turnierrekord aufstellte – nahezu fehlerlos.
Cubarsis Ruhe und Qualität am Ball prägten das spanische Spiel maßgeblich. Er hatte mit 776 die zweitmeisten Ballkontakte des Turniers und war der führende Abwehrspieler in dieser Statistik. Ebenso spielte nur ein Spieler mehr Pässe als er und auch hier war er mit 671 Pässen der beste Verteidiger.
Auch im Finale gegen Argentinien zeigte Cubarsi eine überragende Leistung. Kein Spieler auf dem Platz hatte mehr Klärungsaktionen (6), angekommene Pässe (121) oder Ballkontakte (139) – das unterstreicht seinen Einfluss.

Joshua Kimmich (Deutschland) – 7,8
Deutschland erlebte erneut eine äußerst enttäuschende Weltmeisterschaft und schied bereits im 1/16-Finale gegen Paraguay aus, woraufhin Trainer Julian Nagelsmann seinen Posten verlor. Kimmich zeigte jedoch individuell ein ordentliches Turnier mit einigen starken Auftritten – obwohl er auf seiner vermutlich schwächeren Rechtsverteidiger-Position eingesetzt wurde.
Beim 7:1-Kantersieg gegen Curaçao steuerte Kimmich zwei Assists bei und spielte trotz nur vier Einsätzen die zweitmeisten Pässe ins letzte Drittel (84).
Mittelfeld
Ousmane Dembele (Frankreich) – 7,9
Frankreich – für viele der Topfavorit auf den WM-Titel – scheiterte im Halbfinale enttäuschend am späteren Weltmeister Spanien. Dembele spielte ein wechselhaftes Turnier, zeigte aber dennoch einige Glanzleistungen auf der größten Bühne.
Der amtierende Ballon-d'Or-Gewinner erzielte sechs Tore und bereitete zwei weitere vor, darunter ein Hattrick gegen eine B-Elf von Norwegen im letzten Gruppenspiel. Dembele kreierte zudem die zweitmeisten Chancen im Turnier (18) und die drittmeisten Großchancen (5).
Michael Olise (Frankreich) – 7,9
Als zweiter von drei Franzosen im Team krönte Olise eine starke Saison mit einer überzeugenden Weltmeisterschaft. Zwar ließ sein Einfluss in den K.o.-Spielen nach, dennoch schrieb er Geschichte. Der Profi des FC Bayern München erzielte zwar kein einziges Tor, bereitete aber sieben Treffer vor – so viele wie noch nie ein Spieler in einer WM-Endrunde.
Wie Dembele kreierte Olise 18 Chancen und die zweitmeisten Großchancen (7). Außerdem spielte kein anderer mehr Steilpässe als er (19).

Rodri (Spanien) – 7,8
Als bester Spieler der Weltmeisterschaft ausgezeichnet, war Rodri der Taktgeber im spanischen Mittelfeld und hat sich endgültig als einer der ganz Großen auf seiner Position etabliert.
Rodri hatte mit Abstand die meisten Ballkontakte (910) und erfolgreichen Pässe (756) im Turnier sowie die meisten erfolgreichen Pässe ins letzte Drittel (204). Auch defensiv überzeugte er, gewann die viertmeisten Zweikämpfe (49) mit einer Erfolgsquote von 66 %. Unter den Mittelfeldspielern hatte er zudem die drittmeisten Balleroberungen (4).

Vinicius Junior (Brasilien) – 7,9
Brasilien musste sich im Achtelfinale überraschend mit 1:2 gegen Norwegen geschlagen geben und wartet damit so lange wie nie zuvor auf einen WM-Titel – der bisherige Negativrekord von 24 Jahren wurde übertroffen. Vinicius zeigte dennoch vor allem in der Gruppenphase starke Leistungen.
Der Superstar von Real Madrid traf viermal, darunter in allen drei Gruppenspielen. Außerdem versuchte Vinicius die viertmeisten Dribblings (42), nur drei Spieler schlossen mehr erfolgreich ab (16).
Angriff
Lionel Messi (Argentinien) – 8,7
Der bestbewertete Spieler dieses Turniers: Der geniale, kaum zu stoppende Messi zeigte, dass er immer noch auf höchstem Niveau agieren kann und führte Argentinien im Alleingang ins Finale.
Der kleine Zauberer erzielte acht Tore und bereitete vier weitere vor, darunter ein Hattrick im Auftaktspiel gegen Algerien – ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Immer wieder riss er die Spiele an sich, wenn Argentinien in Schwierigkeiten war. Seine übermenschlichen Leistungen bei den späten Aufholjagden gegen Ägypten und England waren schlichtweg atemberaubend.
Messi absolvierte zudem die meisten Dribblings (28), kreierte die meisten Chancen (25) und die meisten Großchancen (8) – das alles mit 39 Jahren. Zudem wurde er zum zweiterfolgreichsten Torschützen der WM-Geschichte (21).
Vermutlich war dies das letzte Mal, dass wir Messi bei einer Weltmeisterschaft gesehen haben. Trotz Argentiniens schwacher Vorstellung im Finale bleibt das Turnier als Ganzes ein würdiger Abschluss seiner Karriere.

Erling Haaland (Norwegen) – 8,1
Ein echter Torjäger, wie es ihn selten gibt: Haaland war eine Ein-Mann-Abrissbirne und führte Norwegen mit sieben Treffern erstmals in der Geschichte des Landes ins Viertelfinale.
Bis zu diesem traf Haaland in jedem Spiel, erzielte Doppelpacks gegen den Irak, Senegal und Brasilien. Besonders beeindruckend war sein Doppelpack gegen die Selecao: Ein wuchtiger Kopfball und ein Distanzschuss sorgten für das Aus des fünffachen Weltmeisters.

Kylian Mbappe (Frankreich) – 8,4
Mit gerade einmal 27 Jahren hat sich Mbappe bereits als einer der besten WM-Spieler aller Zeiten etabliert. Auch wenn er seinen Triumph von 2018 nicht wiederholen konnte, waren seine Auftritte spektakulär und er schrieb Geschichte.
Mit zehn Toren wurde Mbappe zum zweiten Mal Torschützenkönig bei einer Weltmeisterschaft – als erster Spieler überhaupt. Zudem ist er nun alleiniger Rekordtorschütze der WM-Geschichte mit insgesamt 22 Treffern – und er hat noch einige Turniere vor sich.
Mbappe war für jede Abwehr ein Albtraum, nur Spanien konnte ihn stoppen. Im gesamten Turnier versuchte der pfeilschnelle Stürmer von Real Madrid die zweitmeisten Dribblings (46) und gab die meisten Torschüsse ab (41). Bemerkenswert: Er vergab auch die meisten Großchancen (8), was zeigt, wie viele Möglichkeiten er sich durch seine Schnelligkeit und Beweglichkeit im Strafraum selbst erarbeitete.
FIFA WM 2026
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wurde vom 11. Juni und 19. Juli ausgetragen. Bei Flashscore findest du alle Infos zur Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko.
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