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Gruppe F
Niederlande
Bestes Ergebnis: Finale, 11 Teilnahmen, 7. der Weltrangliste
Viele Fans sehen die Niederlande als beste Nationalmannschaft, die noch nie eine Weltmeisterschaft gewonnen hat. Sie haben es dreimal ins Finale geschafft und dabei immer verloren: 1974, 1978 und 2010.
In diesem Sommer werden sie zum zwölften Mal versuchen, einen Schritt weiterzukommen. Nachdem man sich für die Endrunde 2018 in Russland nicht qualifizieren konnte und 2022 in Katar im Viertelfinale scheiterte, ist die Elftal wieder heiß auf den Titel. In der FIFA-Weltrangliste belegt die Mannschaft schon seit einigen Monaten den siebten Platz.
Weg zur Endrunde
Oranje überstand die WM-Qualifikation mit Siegen über Finnland, Malta und Litauen sowie zwei 1:1-Unentschieden gegen den direkten Konkurrenten Polen als ungeschlagener Tabellenführer der Gruppe G. Mit 27 geschossenen und vier kassierten Toren stellte man einen der besten Angriffe und besten Abwehrreihen aller UEFA-Qualifikationsgruppen. Mit dem 4:0-Sieg gegen Litauen im letzten Gruppenspiel in Amsterdam buchten die Niederländer am 17. November offiziell ihr Ticket nach Nordamerika.
Schlüsselspieler
Die Niederlande verfügen über einen Kader mit hoher Qualität. Die Außenverteidiger beteiligten sich gerne an den Angriffen, im Mittelfeld verfügt man über Kreativität, im Angriff kann man auf Rekordtorschütze Memphis Depay zurückgreifen.
Aber wie heißt es so schön: "Die Offensive gewinnt Spiele, die Verteidigung gewinnt Meisterschaften" – weshalb Abwehrchef Virgil van Dijk der eigentliche Schlüsselspieler ist. Der Kapitän hat kürzlich die Marke von 100 Länderspiel-Einsätzen durchbrochen. Während der WM-Qualifikation hat er zwei Tore erzielt.
Meinung der Redaktion
Ronald Koeman verfügt über einen Kader, der auf jedes Problem eine Antwort hat. Der 34-jährige Van Dijk mag zwar an Tempo verloren haben, Nathan Ake und Micky van de Ven gleichen das aber aus. Der verletzungsbedingte Ausfall von Xavi Simons wäre für viele Mannschaften ein großes Problem, aber nicht für eine, die Tijjani Reijnders, Cody Gakpo und Donyell Malen in den eigenen Reihen hat.
Mit Denzel Dumfries, Frenkie de Jong und Memphis Depay ist Koemans Mannschaft auf nahezu allen Position Weltklasse besetzt.
Flashscore-Prognose
Die Niederlande gehen zwar nicht als einer der großen Favoriten in die Weltmeisterschaft, gehören aber zu den Mannschaften, denen der Gewinn der Trophäe definitiv zuzutrauen ist.
Die Mannschaft hat sich seit dem Erreichen des Halbfinales bei der Europameisterschaft 2024 kaum verändert. Ein erneuter Einzug in das Viertelfinale wirkt auf alle Fälle möglich. Es wird erwartet, dass die Niederlande Gruppe F gewinnen wird, wodurch es in der Runde der letzten 32 zu einem Aufeinandertreffen mit dem Zweitplatzierten der Gruppe C käme – wobei Marokko oder Schottland als die wahrscheinlichsten Gegner gelten.
Spielplan
14. Juni, 22:00 Uhr MESZ: Niederlande - Japan (AT&T Stadium, Arlington TX)
20. Juni, 19:00 Uhr MESZ: Niederlande - Schweden (NRG Stadium, Houston TX)
26. Juni, 01:00 Uhr MESZ: Tunesien - Niederlande (Arrowhead Stadium, Kansas City MO)
Japan
Bestes Ergebnis: Achtelfinale, sieben Teilnahmen, 18. der Weltrangliste
Seit dem WM-Debüt im Jahr 1998 hat Japan keine Endrunde mehr verpasst. 2026 wird man beriets zum achten Mal an einer Weltmeisterschaft teilenhemn. Die Japaner haben schon viermal das Achtelfinale erreicht: 2002, 2010, 2018 und auch 2022. Dort war für Japan dann aber zuverlässig Schluss. In der Weltrangliste steht man auf Platz 18 – und ist damit die beste asiatische Mannschaft im FIFA-Ranking.

Weg zur Endrunde
Japan gewann in der Asien-Qualifikation alle sechs Spiele der ersten Phase ohne Gegentreffer. Der entscheidende Schritt erwies sich als etwas schwieriger: Die blauen Samurai gewannen sieben Spiele, holten zwei Unentschieden und verlor ein Spiel, gewann aber schließlich die Gruppe, noch vor Australien und Saudi-Arabien. Die einzige Niederlage gab es auswärts in Australien, doch am 20. März 2025 krönte sich Japan zur ersten asiatischen Mannschaft, die sich für die WM qualifizierte.
Schlüsselspieler
Was Japan in den letzten Jahren so erfolgreich gemacht hat, ist die Tatsache, dass die Mannschaft ein starkes Kollektiv stellt und sich nicht auf einen Talisman verlässt. Das wird auch 2026 der Fall sein. Dennoch gibt es einen Spieler, der in dieser Saison ganz besonders auf sich aufmerksam gemacht hat: Ayase Ueda. Der 27-jährige Stürmer wurde mit 25 Ligatreffern für Feyenoord in dieser Saison Torschützenkönig in der niederländischen Eredivisie. In 39 Länderspielen für Japan hat er bisher 16 Mal getroffen – die Japaner sind in Spielen, in denen Ueda getroffen hat, noch ungeschlagen.
Meinung der Redaktion
Hajime Moriyasu übernahm das Amt des Cheftrainers nach der Weltmeisterschaft 2018. In seiner Amtszeit hat sich die Mannschaft aus dem Fernen Osten kontinuierlich weiterentwickelt und in der Gruppenphase in Katar Deutschland und Spanien besiegt – bevor sie gegen Kroatien erst im Elfmeterschießen verlor. Es kamen Siege in Freundschaftsspielen gegen Deutschland, Brasilien und England hinzu.
Japan wird von niemand mehr auf die leichte Schulter genommen. Zudem sind etliche Speiler in den Top-Ligen Europas zu Hause. Es gibt keinen Grund, wieso Japan seinen Aufwärtstrend nicht fortsetzen sollte.
Flashscore-Prognose
Der verletzungsbedingte Ausfall von Kaoru Mitoma wird sich bemerkbar machen, aber mit Hiroki Ito, Wataru Endo und Takefusa Kubo – um nur ein paar Namen zu nennen – verfügt Japan in allen Mannschaftsteilen über genügend Qualität, um auch die Niederländer vor Probleme zu stellen. Ein erstes Viertelfinale ist durchaus möglich, aber da man als Gruppenzweiter im Achtelfinale auf Brasilien treffen würde, wäre das dritte Achtelfinal-Aus in so vielen Turnieren schon ein echter Erfolg.
Spielplan
14. Juni, 22:00 Uhr MESZ: Niederlande - Japan (AT&T Stadium, Arlington TX)
21. Juni, 06:00 MESZ: Tunesien - Japan (Estadio BBVA, Monterrey)
26. Juni, 01:00 Uhr MESZ: Japan - Schweden (AT&T-Stadion, Arlington TX)
Schweden
Bestes Ergebnis: Finale, 12 Teilnahmen, 38. der Weltrangliste
Schweden – das Katar 2022 verpasst hat – kehrt zur Weltmeisterschaft zurück und nimmt insgesamt zum 13. Mal an einer Endrunde teil. Bei der letzten Weltmeisteschaft, die in den USA stattgefunden hat (1994), belegte Schweden den dritten Platz und erzielte damit nach dem Heimturnier 1958 das beste Ergebnis.

Der Weg zur Endrunde
Schweden hat einen der ungewöhnlichsten Wege zur Weltmeisterschaft hint erisch. Man gewann keines der ersten sechs Spiele in der Qualifikationsgruppe, entließ Jon Dahl Tomasson und setzte Graham Potter als Cheftrainer ein. Aufgrund ihrer Leistungen in der UEFA Nations League schaffte es die Mannschaft jedoch in die Playoffs, wo sie sich gegen die Ukraine und Polen durchsetzte und so das Turnier erreichte.
Schlüsselspieler
Mit Alexander Isak und Viktor Gyökeres verfügt Schweden über zwei der besten Mittelstürmer im Weltfußballs. Gyökeres steht zurzeit verstärkt im Mittelpunkt Der 27-Jährige, der in seiner ersten Saison bei Arsenal die Premier League gewinnen konnte, kam in der Nationalmannschaft regelmäßig zum Einsatz und erzielte einen Hattrick gegen die Ukraine sowie den Siegtreffer gegen Polen. In 32 Länderspielen hat der Stürmer 19 Tore erzielt, neun davon in der Nations League.
Meinung der Redaktion
Schweden wurde in seinem ersten Vorbereitungsspiel von einem bei weitem nicht in Bestbesetzung angetretenen Norwegen in den Schatten gestellt – Trainer Potter hat noch vieles zu verbessern. Aber: Anthony Elanga und Yasin Ayari bringen viel Kreativität mit, Victor Lindelöf und Isak Hien sind zwei extrem starke Innenverteidiger. Das Fehlen eines Weltklasse-Torhüters und Potters Entscheidung, Roony Bardghji und Williot Swedberg zu Hause zu lassen, geben jedoch Anlass zur Sorge.
Flashscore-Prognose
Schwedens Auftaktspiel gegen Tunesien wird entscheidend sein – ein hoher Sieg könnte für den Einzug in die Runde der letzten 32 reichen, doch bei Ausrutschern wie in der Qualifikation wird es gegen die Niederländer und Japan schwer werden. Wenn Gyökeres und Isak zur Höchstform auflaufen, könnte Schweden in Nordamerika aber sogar zu den Geheimfavoriten gehören.
Spielpaarungen
15. Juni, 04:00 MESZ: Schweden - Tunesien (Estadio BBVA, Monterrey)
20. Juni, 19:00 Uhr MESZ: Niederlande - Schweden (NRG Stadium, Houston TX)
26. Juni, 01:00 Uhr MESZ: Japan - Schweden (AT&T Stadium, Arlington TX)
Tunesien
Bestes Ergebnis: Gruppenphase, sechs Teilnahmen, 45. der Weltrangliste
Für Tunesien ist es die siebte WM-Teilnahme seit dem beeindruckenden Debüt 1978 – als man in Argentinien Mexiko besiegte und ein Unentschieden gegen die Bundesrepubik Deutschland erreichte. Das reichte jedoch nicht, um die Gruppenphase zu überstehen – eine Premier auf die die Nordafrikaner immer noch warten. 2026 ist es die dritte Teilnahme in Folge, was zuvor auch zwischen 1998 und 2006 gelungen ist.

Der Weg zur Endrunde
Tunesien qualifizierte sich im Eiltempo für die Weltmeisterschaft, gewann neun seiner zehn Qualifikationsspiele (bei einem Unentschieden). Dabei blieb man immer ohne Gegentor und hatte am Ende 12 Punkte Vorsprung auf die nächsten Verfolger Namibia und Liberia. Die Qualifikation wurde am 8. September 2025 unter Cheftrainer Sami Trabelsi besiegelt, der anschließend von Sabri Lamouchi abgelöst wurde.
Schlüsselspieler
Die größte Stärke Tunesiens ist die defensive Stabilität, eine besondere Rolle hält dabei Ellyes Skhiri inne. Der 31-jährige Kapitän ist mit 82 Länderspielen der erfahrenste Spieler im Team und wird Tunesiens Form bestimmen. Skhiri, der seit 2023 im Mittelfeld von Eintracht Frankfurt spielt und zuvor in Köln und Montpellier unter Vertrag stand, ist eine absolute Bereicherung für Lamouchis Kader.
Meinung der Redaktion
Tunesien ist immer für eine Überraschung gut. 2022 wurde Frankreich in der Gruppenphase mit 1:0 geschlagen. Dennoch ist es unbestreitbar, dass die Gegner ein in Gruppe F ein ganz anderes Kaliber als während der Qualifikation sind. Der Druck liegt also bei den Gegnern. Tunesien könnte den Vorteil haben, an die Hitze, die bei der WM herrschen wird, bereits gewöhnt zu sein.Die Chancen für eine Überraschung sind da, aber jemand muss den Ball ins Netz bringen – kein Spieler im Kader hat mehr Tore erzielt als Außenverteidiger Ali Abdi mit seinen sieben Länderspieltoren.
Flashscore-Prognose
Die lang ersehnte erste K.o.-Teilnahme bei einer Weltmeisterschaft ist für Tunesien in diesem Jahr eher unwahrscheinlich, auch wenn man die Niederlande, Schweden und Japan durchaus in Bedrängnis bringen kann.
Spielplan
15. Juni, 04:00 MESZ: Schweden - Tunesien (Estadio BBVA, Monterrey)
21. Juni, 06:00 Uhr MESZ: Tunesien - Japan (Estadio BBVA, Monterrey)
26. Juni, 01:00 Uhr MESZ: Tunesien - Niederlande (Arrowhead Stadium, Kansas City MO)
