Rangnick kritisiert VAR: "Nicht sehr einheitlich gehandhabt"

Ralf Rangnick
Ralf RangnickJUAN MABROMATA / AFP / AFP / Profimedia

Vor dem entscheidenden WM-Gruppenspiel gegen Algerien hat ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick den Videoassistenten scharf kritisiert. Der 68-Jährige vermisst eine einheitliche Linie bei VAR-Entscheidungen und sieht große Fußballnationen teilweise im Vorteil.

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hat vor dem Gruppenfinale gegen Algerien deutliche Kritik am Einsatz des Videoassistenten bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 geübt.

„Dass der VAR im bisherigen Turnierverlauf nicht sehr einheitlich gehandhabt wird, ist schade. Schade ist noch vorsichtig ausgedrückt“, erklärte der Deutsche.

Als Beispiel führte Rangnick erneut die Szene vor dem 0:1 gegen Argentinien an. Vor dem Führungstreffer von Lionel Messi war Xaver Schlager gefoult worden, der Treffer zählte jedoch nach VAR-Überprüfung. „Mir ist es ein Rätsel, wenn man einen VAR hat, das Foul an Xaver nicht als Foul zu sehen“, sagte Rangnick.

Große Nationen vermeintlich bevorteilt

Auch andere Entscheidungen während des Turniers sieht der ÖFB-Teamchef kritisch. So verwies er auf Deutschlands 1:2-Niederlage gegen Ecuador, bei der dem Führungstreffer aus seiner Sicht ein hohes Bein von Aleksandar Pavlovic vorausging. „Da wünsche ich mir schon, dass die VARs wirklich ihr Amt ausüben – unabhängig davon, ob Deutschland, Argentinien oder sonst jemand beteiligt ist.“

 

 

Rangnick geht sogar noch einen Schritt weiter und vermutet eine gewisse Zurückhaltung der Videoassistenten gegenüber den großen Fußballnationen.

„Im Moment drängt sich so ein kleines bisschen der ungute Verdacht auf, dass man sich in solchen Situationen nicht immer getraut, gegen die vermeintlich größere Nation die Entscheidung zu treffen, die man eigentlich hätte treffen müssen.“