Die Debatte um eine Einbürgerung des Keepers von Champions-League-Sensationsteam Bodö/Glimt wurde in Norwegen bereits seit Längerem intensiv geführt. Da Haikin seit 2019 in Bodö lebt und mit einer Norwegerin verheiratet ist, wurde dieser entscheidende Schritt nun vollzogen.
FIFA-Zustimmung noch ausstehend
Trotz des neuen Passes ist Haikin noch nicht unmittelbar für die Nationalelf spielberechtigt. Karl-Petter Løken, Generalsekretär des norwegischen Fußballverbands, erklärte gegenüber dem norwegischen Sender NRK:
"Nikita möchte für Norwegen spielen, doch dafür muss die FIFA zunächst einem Verbandswechsel zustimmen. Wir stellen den Antrag, sobald alle Unterlagen vorliegen. Danach liegt die Entscheidung allein bei Ståle Solbakken."
Solbakken selbst gab sich gewohnt professionell und betonte, dass Haikin "wie jeder andere Spieler bewertet" werde. Aktuell gilt jedoch Ørjan Nyland als gesetzte Nummer eins. Der vorläufige WM-Kader wird am 11. Mai bekannt gegeben, bevor am 1. Juni die endgültige Entscheidung über das 26-köpfige Aufgebot fällt.
Ein Weltenbummler in Bestform
Haikin blickt auf eine bewegte Vita zurück: Zuvor besaß er die russische und israelische Staatsbürgerschaft. Vor der jüngsten Einbürgerung hielt er lediglich den britischen Pass. Abgesehen von einem kurzen Gastspiel bei Bristol City im Jahr 2023 steht er seit 2019 ununterbrochen für Bodö/Glimt zwischen den Pfosten.
Sportlich könnte er für Norwegen kaum wertvoller sein. In der aktuellen Champions-League-Kampagne führte er Bodö/Glimt bis ins Achtelfinale. Trotz des Ausscheidens gegen Sporting CP sorgte das Team mit Siegen gegen Manchester City, Atlético Madrid und Inter für Aufsehen.
Die Statistiken unterstreichen seine Ausnahmestellung: Mit 68 Paraden führt er das Ranking der Königsklasse souverän an. Zum Vergleich: Real Madrids Thibaut Courtois belegt mit 56 Paraden den zweiten Platz.
