Guillermo Ochoa: Rekord für den mexikanischen Schlussmann mit "den sechs Fingern"

Guillermo Ochoa nimmt an seiner sechsten WM teil
Guillermo Ochoa nimmt an seiner sechsten WM teilREUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo

Nicht nur die Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo spielen ihre sechste WM - auch der mexikanische Nationaltorhüter Guillermo Ochoa war schon beim Sommermärchen 2006 dabei.

Dass Guillermo Ochoa sechs Finger an einer Hand haben soll, ist längst als Mythos entlarvt - doch fürs Fotoshooting zum Start der Weltmeisterschaft wäre ein zusätzlicher Finger durchaus praktisch gewesen. Denn so genügte dem Torhüter der mexikanischen Nationalmannschaft nicht mal eine ganze Hand, um alle seine WM-Teilnahmen aufzuzählen. Wie Lionel Messi und Cristiano Ronaldo ist auch Ochoa zum sechsten Mal bei einer Endrunde dabei und sorgt damit für einen Rekord.

Doch im Gegensatz zu den Superstars Ronaldo und Messi spielt Ochoa bei seinen Mexikanern nicht mehr die Hauptrolle. "Sie sind Lichtjahre vor mir, ich vergleiche mich überhaupt nicht mit ihnen", sagte Ochoa, der das Sommermärchen in Deutschland 2006 als 20-Jähriger erlebt hatte. Es folgten Südafrika 2010, Brasilien 2014, Russland 2018 und Katar 2022.

Großen Anteil am deutschen WM-Aus 2018

Wenn am Donnerstagabend (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) im Aztekenstadion in Mexiko die WM mit dem Duell des Co-Gastgebers gegen Südafrika eröffnet wird, wird der 26 Jahre alte Raúl Rangel im Tor stehen. Und der 14 Jahre ältere Ochoa übernimmt bei seinem "letzten Kapitel" die Rolle des Unterstützers, vielleicht auch des Mentors.

153 Länderspiele absolvierte der Torhüter bislang, damit steht er auf Platz drei der "ewigen" Nationalspieler Mexikos. Und da waren einige herausragende Partien dabei. Auch Deutschland hat schlechte Erinnerungen an den 40-Jährigen: Als das DFB-Team 2018 als Titelverteidiger mit einem 0:1 gegen Mexiko in das Turnier startete, hielt Ochoa alles - es war der Anfang vom Ende für die Deutschen.

Der Mythos mit den sechs Fingern kam aber bereits Jahre zuvor auf, weil eine mexikanische Zeitung dies als Scherz vermeldete. Ähnlich, wie hierzulande Leute in den April geschickt werden. "In meinem Land haben alle darüber gelacht, doch dann hat es sich überall verbreitet", berichtete Ochoa lächelnd.

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