Auf Schmerzen hat sich Ann-Katrin Berger schon eingestellt. "Kunstrasen tut weh für Torhüter. Ich bin nicht so der große Fan", gab die Nummer eins der deutschen Fußballerinnen gewohnt unverblümt zu. Den schwersten Prüfstein auf dem Weg zum WM-Ticket für 2027 macht der ungeliebte Belag im Viking-Stadion von Stavanger nicht leichter.
"Norwegen hat da einen kleinen Vorteil, weil sie diesen Kunstrasen gewohnt sind", sagte Bundestrainer Christian Wück dem ZDF vor dem Klassiker im zweiten Qualifikationsspiel am Samstag (18 Uhr/sportstudio.de). Trotzdem gilt die Maxime: "Es darf keine Ausrede sein, dass irgendwas nicht funktioniert."

Gegen die "unheimlich wuchtige" und prominent besetzte Offensive Norwegens wird es anders als beim 5:0-Torfestival gegen Slowenien zum Auftakt verstärkt auf die Defensive ankommen. Ada Hegerberg sei "schon seit ganz langer Zeit das Aushängeschild von Norwegen", betonte Wück und warnte überdies vor den "unheimlich schnellen" Flügelspielerinnen: "Da müssen wir aufpassen."
Match-Center: Norwegen vs. Deutschland
Berger macht weiter
Das gilt naturgemäß auch für Berger, die sich Ende des Vorjahres nach ein wenig Bedenkzeit entschlossen hatte, mit dem Fußballfest in Brasilien am Horizont im DFB-Team weiterzumachen.
"Warum sollte man dann aufhören, wenn es am schönsten ist?", fragte die 35-Jährige vom US-Meister Gotham FC schmunzelnd: "Ich hätte nicht nein sagen können. Die Mädels haben es mir da schon ein bisschen schwierig gemacht."
Doch sie habe auch "ehrlich" zu sich selbst sein müssen, "ob ich es noch so weit schaffe, auf so einem Niveau zu spielen", sagte Berger über ihren Entscheidungsprozess. Da sie sich "grundsätzlich noch fit" fühle, ist nun die Endrunde im übernächsten Sommer das große Ziel der EM- und Olympia-Heldin.
