Auch die langjährige Problemposition im Sturmzentrum sieht Klinsmann nicht mehr als Hindernis. "Julian Nagelsmann hat die Qual der Wahl vor lauter Mittelstürmern. Jeder von ihnen hat seine Stärken und Schwächen, aber wir sind auf der Position besser aufgestellt als die meisten Mitfavoriten auf den WM-Titel."
26 statt 11 wichtiger Spieler
Entscheidend für den Erfolg sei das Mannschaftsgefüge. "Alle müssen sich in den Dienst der Sache stellen." Als Beispiel nannte Klinsmann das Verhalten von Oliver Kahn 2006. Der langjährige Kapitän war damals von Klinsmann vor der Heim-WM zur Nummer zwei degradiert worden, habe sich aber "phänomenal" verhalten. Kahn "wurde zum Antreiber in jedem Training und schaute nach den Spielern auch außerhalb des Platzes", berichtete Klinsmann.
Für seinen Erben Nagelsmann bedeute das: "Nur wenn die Spieler von 12 bis 26 alles geben und für alles bereit sind, wirst du bei einer WM Erfolg haben. Das Trainerteam muss die Stimmung innerhalb der Mannschaft jeden Tag spüren und notfalls eingreifen." Die Rolle des Kapitäns sei dabei "enorm wichtig", 2006 habe Michael Ballack es "super" gemacht.
