"Wir haben wie eine Familie gekämpft und mussten richtig leiden", erklärte Xavi nach der Partie. "Eigentlich wollten wir das Spiel über Ballbesitz dominieren, aber das ist uns nicht gelungen. Serbien hat das sehr gut gemacht und uns kaum Zugriff gewährt. Erst mit der Umstellung auf eine andere Formation wurde es besser."
Xavi nutzte seine ersten vier Partien an der Seitenlinie, um taktisch flexibel zu testen: Auf ein Unentschieden zum Auftakt gegen Deutschland folgten ein Auswärtssieg gegen Serbien sowie am vergangenen Donnerstag eine kämpferische Aufholjagd beim 2:2 in Griechenland.
Xavi: "Wollen endlich wieder zu null spielen"
"Wir wissen jetzt, wie wir Spiele auf unterschiedliche Art und Weise kontrollieren können — aber auch, wie wir bei Bedarf tief oder im mittleren Block verteidigen", resümierte der Weltmeister von 2010. "Was unsere Grundwerte angeht, bin ich sehr zufrieden, die Spieler ziehen großartig mit. Aber rein fußballerisch müssen wir uns schlicht in allen Bereichen verbessern."
Ein Schwachpunkt bleibt die Defensive: Auch am Sonntag kassierten die Niederländer im zwölften Spiel in Folge mindestens einen Gegentreffer. Xavi betont, dass am Abwehrverhalten intensiv gearbeitet werde: "Das Wichtigste ist zwar, immer ein Tor mehr zu schießen als der Gegner. Dennoch wollen wir endlich wieder zu Null spielen. So etwas braucht Zeit."
Nach den kräfteraubenden ersten Wochen zieht der Coach ein vorläufiges Fazit: "Ich werde mich jetzt erst einmal etwas ausruhen, denn die Intensität war hoch. Dennoch behalte ich alle Spieler im Blick — wir bauen hier Schritt für Schritt eine echte Familie auf."
Weiter geht es für Oranje im November: Am 13. November empfangen die Niederlande zunächst Griechenland in Amsterdam, bevor drei Tage später der Kracher gegen Deutschland in Berlin ansteht.
