Für Ekstase beim Weltmeister von 1998 sorgte beim 1:0 (0:0) gegen WM-Viertelfinalist Belgien das Super-Solo von Bayern-Star Olise. Aus der eigenen Hälfte hatte sich der erst in der 77. Minute eingewechselte Offensivstar durch Belgiens Defensive gedribbelt und dann den späten Siegtreffer (88.) erzielt.
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Es war der zweite Sieg im zweiten Nations-League-Duell unter Zidane, der vor Olises Schlenzer ins Tor eine Vorahnung hatte. "Sobald ich sah, wie er losdribbelte, wusste ich, dass er treffen würde", sagte der einstige Spielmacher, "er hat eine außergewöhnliche Aktion hingelegt."
Drei Tage nach dem 1:0 in der Türkei hatte Zidane rotiert und zunächst auf Olise und Ousmane Dembélé verzichtet. Der verletzte WM-Rekordtorschütze Kylian Mbappé fehlte verletzt. Andy Diouf (Inter Mailand), Jeremy Jacquet (FC Liverpool) und Lucas da Cunha (Como 1907) gaben bei den stark veränderten und verjüngten Franzosen ihr Debüt. Dem Spielfluss des über weite Strecken überlegenen Teams schadete das nicht.
Zuversicht bei Zidane ist groß
Für den "Gnadenstoß", wie die L'Equipe am Dienstag titelte, brauchte es dann aber doch die individuelle Klasse von Michael Olise. "Er ist ein absolutes Naturtalent und liebt es einfach, Fußball zu spielen. Das sieht man", sagte Zidane: "Er fühlt das Spiel. Ich freue mich, an seiner Seite zu sein."
Nach dem zweiten Auswärtssieg kann Zidane in Ruhe seine ersten beiden Heimspiele vorbereiten – und seine Rückkehr ins Stade de France. Am 2. und 5. Oktober trifft Frankreich in der Nations League zunächst auf Italien und anschließend erneut auf Belgien. Die Zuversicht ist groß. "Ich glaube an meine Spieler. Ich habe Spieler von großer Qualität, die sich gut verstehen. Ich vertraue ihnen, und sie geben mir dieses Vertrauen zurück", sagte Zidane.
Das gilt insbesondere für Michael Olise.
