Traumberuf Fußball-Profi? Robin Gosens dachte früh ans Aufhören

Robin Gosens wäre beinahe Polizist geworden.
Robin Gosens wäre beinahe Polizist geworden.Agostino Gemito / Zuma Press / Profimedia

Der 24-malige Nationalspieler Robin Gosens wäre fast gar kein Fußball-Profi geworden. So habe der mittlerweile 31-Jährige bereits als Kind Momente erlebt, "in denen Fußball nicht nur Spaß bedeutete", sagte Gosens in einem von seinem Klub AC Florenz veröffentlichten Interview und berichtete von Phasen, in denen er sich gefragt habe, "ob es nicht besser wäre aufzuhören." Der Linksverteidiger habe ständig das Gefühl gehabt, "etwas beweisen zu müssen und keine Fehler machen zu dürfen".

Gosens spielte einst noch bis in die A-Jugend bei einem Amateurverein, ehe er vom niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim entdeckt wurde. Angesichts seines zunächst unsicheren Karrierewegs im Fußball habe er gewusst, dass er sich "eine Alternative aufbauen" muss. Doch aus seinem Plan B, zur Polizei zu gehen, wurde nichts. Im vergleichsweise späten Alter von 24 Jahren gelang Gosens der Durchbruch bei Atalanta Bergamo.

Zuletzt durchlief der ehemalige Profi von Union Berlin allerdings eine schwierige Phase bei der Fiorentina. In den vergangenen beiden Spielen des Drittletzten der Serie A saß er nur auf der Bank. Die nächste Chance auf Einsatzzeit bietet das Play-off-Spiel in der Conference League bei der polnischen Mannschaft Jagiellonia Białystok am Donnerstag (21 Uhr/DAZN).

Abseits des Platzes fiel Gosens, der Psychologie studiert hat, bereits mehrfach mit offenen Worten auf. Er ist zudem Gastgeber eines Podcasts, in dem er mit Gästen über mentale Gesundheit spricht.