Juventus-Coach Luciano Spalletti musste die Partie aufgrund seiner Roten Karte aus dem Cagliari-Spiel von der Tribüne aus verfolgen. In der Coachingzone wurde er von Co-Trainer Marco Domenichini vertreten – ein Umstand, der den Gastgebern anzumerken war. Juve fand gegen die hohe Intensität der Römer nur schwer ins Spiel. Dennoch setzte die Alte Dame den ersten Nadelstich: Ein spektakulärer Volleytreffer von Stürmer Randal Kolo Muani in der 24. Minute wurde wegen einer Abseitsposition wieder aberkannt.
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Auf der Gegenseite näherte sich Gustav Isaksen nach einer halben Stunde per Kopf dem Führungstreffer an, verfehlte das Gehäuse jedoch knapp. Acht Minuten vor der Pause machten es die Gäste schließlich besser: Nach einer gefühlvollen Flanke von Mattia Zaccagni schraubte sich Oliver Provstgaard im Strafraum hoch und köpfte aus kurzer Distanz zu seinem Premieren-Treffer für Lazio ein. Kurz vor der Halbzeit verpasste Nuno Tavares sogar das 2:0, als sein abgefälschter Fernschuss an die Latte klatschte.
Mit dem erneuten Zu-Null-Rückstand unterstrich Lazio eine starke Abwehrbilanz: Die Römer blieben vor der Pause als eines von nur zwei Serie-A-Teams weiterhin ohne Gegentor.
Isaksen und Dele-Bashiru machen den Deckel drauf
Um der blassen Offensive mehr Durchschlagskraft zu verleihen, brachte Juve zur zweiten Halbzeit Nick Woltemade für Kerim Alajbegovic. Der deutsche Angreifer vergab zehn Minuten nach Wiederanpfiff eine gute Ausgleichschance – was sich wenig später rächen sollte.
Mitte der zweiten Hälfte zog Isaksen von rechts nach innen und schlenzte den Ball präzise zum 2:0 ins Netz. Der Däne traf damit im zweiten Jahr in Folge im Allianz Stadium. Nachdem Kolo Muani eine weitere Kopfballchance über das Tor gesetzt hatte, sorgte ein Joker für den Schlusspunkt: Der eingewechselte Fisayo Dele-Bashiru lief nach einem Konter frei auf Guglielmo Vicario zu und vollendete flach zum 3:0-Endstand.
Während Lazio mit dem vierten Auswärtssieg in Folge und einer ungeschlagenen Serie fulminant in die Saison startet, hält die Krise bei Juventus Turin an. Für die Bianconeri war es der erste Dämpfer vor heimischem Publikum in dieser Spielzeit und die Fortsetzung einer schwachen Formphase mit nur einem Sieg aus den letzten fünf Ligaspielen. Zugleich feierte Lazio den ersten Auswärtssieg bei Juventus seit 2017. Während Lazio ganz oben mitmischt, rutscht Spallettis Elf vorerst auf Rang 8 ab.
