Der Klub mit den höchsten Verlusten ist Como Calcio mit einem Defizit von 105,1 Millionen Euro. Im Jahr 2019 wurde der Verein von indonesischen Milliardären übernommen.
Besonderes Projekt auch besonders teuer
Die "Djarum Group" möchte vermögende Touristen aus aller Welt an den Comer See und in weiterer Folge auch ins Stadion Giuseppe Sinigaglia locken – ein veralteter Bau, der fortlaufend modernisiert wird, was die hohen Ausgaben teilweise erklärt.
Um den Verein international attraktiv zu machen, wurden in den vergangenen Jahren zudem etliche Starspieler und vielversprechende Talente in die Lombardei gelockt. Laut dem Portal transfermarkt.de wurde alleine in dieser Saison durch Ablösen ein Verlust von über 110 Millionen Euro generiert. So wurden beispielsweise im zurückliegenden Sommer für die Dienste des deutschen Flügelstürmers Nicolas Kühn 19 Millionen Euro an Celtic Glasgow überwiesen.
Seit dem Aufstieg in die Serie A im Sommer 2024 ist Cesc Fabregas offiziell Cheftrainer bei Como, bereits zuvor war der Weltmeister von 2010 aktiv in die taktische Planung eingebunden.
Atalanta und Inter als Ausnahme
Nach Como hat der italienische Rekordmeister Juventus Turin (58,1 Millionen) die höchsten finanziellen Verluste erlitten, auf dem dritten Platz folgt die AS Roma (53,9 Millionen). Insgesamt meldeten 13 Vereine Verluste.

Gegen den Trend steuern Atalanta Bergamo mit einem Gewinn von 37,9 Millionen Euro sowie Inter Mailand, das einen Überschuss von 35,4 Millionen Euro erzielte.
Immerhin: Mit 3,19 Milliarden Euro Umsatz erzielten die 20 Klubs vergangene Saison 55 Millionen Euro mehr als in der Spielzeit 2023/24. Leicht angestiegen sind die Ausgaben der Spielergehälter, die inzwischen bei 1,99 Milliarden Euro liegen.
