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EXKLUSIV: Udinese-Boss Inler über Transferbilanz, Schiedsrichter und Saisonziele

Gökhan Inler stand für Flashscore Rede und Antwort.
Gökhan Inler stand für Flashscore Rede und Antwort.Fabio Russomando

Udineses Leiter der technischen Abteilung blickt auf den Saisonstart des Klubs zurück und richtet den Fokus auf den Neustart nach der Länderspielpause. Ob Sommer-Transfers, das bittere Unentschieden gegen Cagliari oder aktuelle Entwicklungen im Schiedsrichterwesen: Im exklusiven Flashscore-Interview zieht Gökhan Inler Bilanz und gibt die Marschroute vor.

Im Rahmen der Präsentation des neuen dritten Trikots der Friauler – an der Seite von Magda Pozzo sowie den Profis Maduka Okoye und Oumar Solet – stand der ehemalige Schweizer Nationalspieler Gökhan Inler Rede und Antwort.

Wie fällt Ihre Bilanz nach dem ersten Saisonabschnitt aus?

Natürlich wollen Mannschaft und Führung jedes Spiel gewinnen. Wenn man sich unsere Partien anschaut, waren wir auch fast immer nah dran. Im Fußball entscheidet aber die Konzentration bis zum Schlusspfiff. Ich sehe noch viel Potenzial, denn das Fundament stimmt. Wir müssen an ein paar Details feilen. Unter dem Strich weiß ich: Da geht noch mehr.

Sind Sie mit dem Verlauf des Transferfensters zufrieden?

Wir haben auch in diesem Sommer wieder extrem spannende Spieler geholt, die sich hervorragend integriert haben. Besonders gefällt mir, dass allen von Anfang an bewusst war, für welch traditionsreichen Verein sie auflaufen. Dementsprechend fällt unser Fazit absolut positiv aus.

Geht es jetzt darum, den nächsten Schritt zu machen, oder kommt der Anpruch auf frühere Erfolge für Udinese noch zu früh?

Wir sind alle ehrgeizig, das steht außer Frage. Aber die Serie A ist ein hartes Pflaster und die Saison ist lang. Wir müssen in jeder Partie 200 Prozent abrufen, um unsere Qualität auf den Platz zu bringen. Unser klares Ziel lautet: Wir wollen spürbar besser abschneiden als in der Vorsaison.

Udineses Position in der Serie A
Udineses Position in der Serie AFlashscore

Haben Sie sich im Spiel gegen Cagliari mehr erhofft?

Natürlich haben wir auf drei Punkte gehofft – wir hatten den Sieg ja schon greifbar nah. Durch einen eigenen Fehler haben wir den Dreier dann am Ende verschenkt. Wenn die Ergebnisse ausbleiben, sorgt das natürlich für Enttäuschung im gesamten Umfeld. Aber wir lassen den Kopf nicht hängen. In drei Wochen wartet Torino auf uns. Da wollen wir wieder voll angreifen und eine Reaktion zeigen.

Zum Match-Center: Udinese Calcio vs. Cagliari Calcio

Wie bewältigt man eine so lange Unterbrechung durch die Länderspielpause? Gab es da früher manchmal Konzentrationslöcher?

Das hat immer zwei Seiten. Einerseits ist es eine gute Chance, um durchzuatmen und Kraft zu tanken. Andererseits fällt es schwer, so lange aus dem Rhythmus zu sein. Aber auch solche Phasen gehören dazu. Wir nehmen das so an und brauchen im kommenden Spiel jeden einzelnen Mann, um gegen Torino eine Topleistung abzurufen.

Nehmen Sie im heutigen Fußball eine veränderte Linie bei den Schiedsrichtern wahr?

Definitiv. Ich war erst gestern im VAR-Zentrum in Mailand und habe mich dort intensiv mit Daniele Orsato (Ex-Eliteschiedsrichter, Anm. d. Red.) ausgetauscht. Die Statistiken belegen es: Das Spiel wird seltener unterbrochen, die Schiedsrichter lassen mehr laufen und greifen weniger ein. Das entspricht genau meiner Philosophie von Fußball. Natürlich müssen sich manche Abläufe erst noch einspielen, aber die Richtung stimmt.

Zum Abschluss noch ein Blick abseits des Rasens: Wie wichtig sind Event-Termine wie die heutige Trikotpräsentation für den Klub?

Solche Events haben für Udinese einen enorm hohen Stellenwert und traditionell einen festen Platz im Kalender. Ich freue mich riesig darüber – auch weil sich die Mannschaft diesen Rahmen einfach verdient hat.

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