Mit dem Rückenwind aus drei ungeschlagenen Pflichtspielen (zwei Siege, ein Unentschieden) startete das Team von Ruben Amorim extrem selbstbewusst in die Begegnung. Mailand übernahm von Beginn an die Spielkontrolle und jubelte bereits in der 13. Minute: Christian Pulisic schloss aus kurzer Distanz energisch ab, doch der Treffer wurde wegen einer knappen Abseitsstellung aberkannt. Kurz darauf schreckte Atalanta auf – Nikola Krstović umkurvte bereits Milan-Keeper Mike Maignan, setzte den Ball jedoch nur ans Außennetz.
Die Gastgeber nutzten das Momentum und belohnten sich in der 24. Minute: Nach einem Handspiel des eingewechselten Relja Obrić beim Schussversuch von Yunus Musah zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Gonçalo Ramos übernahm die Verantwortung, verlud Atalanta-Torhüter Marco Carnesecchi souverän und erzielte seinen zweiten Saisontreffer.
Atalanta, das zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in der Liga hinnehmen musste, drängte vor der Pause auf die Antwort. Doch mitten in diese Phase hinein schlug Milan erneut zu: Diego Moreira bediente Adrien Rabiot im Strafraum, der nach einer feinen Einzelleistung überlegt ins lange untere Eck zum 2:0-Halbzeitstand einschlenzte (43.).
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Nach dem Seitenwechsel blieb Mailand gefährlich. Samuel Chukwueze verfehlte das Gehäuse mit einem Distanzschuss nur knapp, ehe Krstović auf der Gegenseite eine anspruchsvolle Chance ungenutzt ließ. In der 56. Minute bekam Milan nach einem weiteren Handspiel – diesmal von Thomas Kristensen – erneut einen Elfmeter zugesprochen. Ramos trat erneut an, scheiterte diesmal jedoch am glänzend reagierenden Carnesecchi.
Krstovic bringt die Hoffnung zurück
Der Fehlschuss blieb für die Gäste jedoch ohne unmittelbaren Effekt, denn nur eine Minute später köpfte Mario Gila nach einer cleveren Verlängerung von Rabiot am hinteren Pfosten zum 3:0 ein (57.).
Wer glaubte, das Spiel sei damit entschieden, sah sich getäuscht. Atalanta steckte keineswegs auf: Gianluca Gaetano verkürzte nach einer herausragenden Ballannahme im Sechzehner auf 3:1 und leitete damit eine nervenaufreibende Schlussphase ein. Neun Minuten vor dem Ende stieg die Spannung vollends, als Krstović eine Rückgabe von Raoul Bellanova eiskalt zum 3:2-Anschlusstreffer verwertete (81.).

Mit dem gesamten Schwung auf ihrer Seite verpasste Bergamo nur zwei Minuten später um ein Haar das spektakuläre Comeback: Maignan verhinderte mit einer Glanzparade gegen den eingewechselten Davide Zappacosta den Ausgleich. Trotz des immensen Drucks der Gäste bis tief in die Nachspielzeit hielt das Abwehrbollwerk der Rossoneri stand – und Mailand sicherte sich den ersten Liga-Sieg im direkten Duell mit Atalanta seit sieben Begegnungen.
