Gewinner: Raphinha (FC Barcelona)
Der brasilianische Flügelstürmer war der überragende Mann beim deutlichen Sieg des FC Barcelona gegen den FC Sevilla. Mit einem lupenreinen Hattrick unterstrich Raphinha seine derzeitige Topform und bewies, dass er unter der aktuellen taktischen Ausrichtung von Barcelona unverzichtbar ist. Die spanische Presse feierte ihn als "Magier vom Camp Nou", da er nicht nur durch seine Tore, sondern auch durch seine unermüdliche Defensivarbeit und Spielübersicht glänzte.
Sein drittes Tor, ein abgefälschter Abschluss nach einem schönen Haken, festigte Barcelonas Ambitionen an der Tabellenspitze. Für die Blaugrana war das 5:2 zudem eine kleine Revanche: In der Hinrunde hatten die Andalusier noch mit 4:1 gegen Barca gewonnen.
Verlierer: Tiberiu Căpușă (FC Hermannstadt)
Es war eine Szene wie aus einem Albtraum: Nur 90 Sekunden nach Anpfiff der rumänischen Ligapartie gegen UTA Arad geriet der FC Hermannstadt durch eines der kuriosesten Eigentore der Saison in Rückstand. Nach einem missglückten Klärungsversuch von Kapitän Ionuț Stoica wurde Tiberiu Căpușă der Ball mit voller Wucht ins Gesicht geschossen, von wo aus er unhaltbar ins eigene Tor prallte. Căpușă blieb benommen liegen, während das Unglück seinen Lauf nahm.
Das Pech blieb Hermannstadt treu, denn nur vier Minuten später fiel bereits das 0:2. Für Hermannstadt war das Spiel mental bereits nach sechs Minuten gelaufen, und die Mannschaft konnte sich von diesem frühen Doppelschlag nicht mehr erholen. Am Ende hieß es 2:3 aus Sicht der Männer aus Siebenbürgen.
Gewinner: Max Dowman (Arsenal)
Ein historischer Moment im englischen Fußball: Mit seinem Treffer zum 2:0 für Arsenal gegen Everton wurde Max Dowman nicht nur zum jüngsten Torschützen in der Geschichte des Vereins, sondern mit 16 Jahren und 73 Tagen auch zum jüngsten Torschützen der Premier League aller Zeiten.
In einer fast filmreifen Szene wehrte Arsenal in der Nachspielzeit einen Eckball der Gäste ab, bei dem auch Torhüter Jordan Pickford mit nach vorne gekommen war. Der anschließende Ein-Mann-Konter, in dem Bowman laut Trainer Mikel Arteta "gefühlt 45 Sekunden" alleine aufs Tor zulief und den Ball über die Linie drückte, wirkte für viele schon wie ein vorzeitiger Titeljubel der Nordlondoner.
Verlierer: Abdel Abqar (Getafe CF)
Für den Negativ-Höhepunkt des Wochenendes in der La Liga sorgte Abdel Abqar von Getafe. Nach einer VAR-Überprüfung wurde er des Feldes verwiesen, weil er seinem Gegenspieler, dem Atletico-Stürmer Alexander Sørloth, in den Intimbereich gegriffen hatte. Diese unsportliche Aktion sorgte nicht nur bei den Spielern auf dem Platz für Fassungslosigkeit, sondern löste auch in den sozialen Medien eine Welle der Empörung aus.
Auch insgesamt lief es für Getafe nicht gut: Durch ein weiteres "Winner"-verdächtiges Tor von Nahuel Molina verlor man mit 0:1 im Metropolitano.
Gewinner: John Anthony Brooks (Hertha BSC)
Nach fast zwei Jahren Abstinenz feierte John Brooks ein emotionales Comeback im Trikot der Berliner Hertha. Der US-Amerikaner wurde kurz vor dem Ende der Zweitliga-Partie gegen den VfL Bochum eingewechselt und holte sich den großen Applaus der Fans im Olympiastadion ab.
Auch die "Wall of Brooks" konnte allerdings nicht verhindern, dass die Hauptstädter in der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassierten und somit weiterhin im Mittelfeld der 2. Bundesliga herumdümpeln.
Verlierer: Chelsea (& Schiedsrichter Paul Tierney)
Das "Chelsea-Huddle" macht Schlagzeilen: Seit einigen Wochen haben die Blues ihren Spielerkreis vor Beginn der Partie in den Anstoßkreis verlagert. Referee Paul Tierney passte das überhaupt nicht, weshalb er sich in die Mitte des Kreises stellte und für kuriose Bilder sorgte.
Auf dem Platz schien Tierney von den Motivationsworten der Chelsea-Spieler nicht viel zurückgeben zu wollen: Trainer Liam Rosenior beklagte sich später über eine schwache Schiedsrichterleistung beim 0:1 an der Stamford Bridge gegen Newcastle United.
Gewinner: Arda Güler (Real Madrid)
Das türkische Juwel Arda Güler liefert einen Anwärter auf den Puskas Award: Im Heimspiel von Real Madrid gegen den FC Elche schnappte sich der 21-Jährige den Ball in der eigenen Hälfte und schloss aus sage und schreibe 68 Metern ab.
Matias Dituro im Tor der Gäste riss im Rückwärtslaufen noch die Arme hoch, stand aber zu weit vor seinem Kasten und konnte den Treffer nicht mehr verhindern. Es war die Kirsche auf dem 4:1-Heimsieg von Real Madrid, die den Rückstand auf den FC Barcelona zumindest nicht anwachsen ließen.
Verlierer: PSV Eindhoven
Eigentlich war in Eindhoven alles für die Meisterfeier bereit. Ein Sieg gegen NEC Nijmegen und eine gleichzeitige Niederlage von Feyenoord hätten den Titel perfekt gemacht. Doch es kam völlig anders: NEC dominierte die Partie im Philips Stadion und feierte den ersten Sieg überhaupt in Eindhoven. Die PSV-Spieler wirkten nervös und fanden kein Mittel gegen die kompakt stehenden Gäste, was dazu führte, dass die Meisterfeier um mindestens eine Woche verschoben werden muss.

Gewinner: Hammarby IF
Im prestigeträchtigen Stockholmer Derby des Svenska Cupen sorgte Hammarby für einen der Momente des Wochenendes. In der 91. Minute erzielten sie den entscheidenden Treffer gegen den Erzrivalen Djurgården und warfen diesen damit nicht nur aus dem Pokalwettbewerb, sondern zerstörten auch deren Hoffnungen auf einen europäischen Wettbewerb in der kommenden Saison.
Verlierer: Leicester City
Die Talfahrt des Sensationsmeisters von 2016 setzt sich fort und nimmt mittlerweile dramatische Züge an. Trotz einer frühen Führung verloren sie zu Hause mit 1:3 gegen die Queens Park Rangers, die zuvor vier Spiele in Folge verloren hatten. Die Niederlage verschärft die Krise massiv, und Leicester blickt nun dem Schreckgespenst eines erneuten Abstiegs – diesmal in die League 1 – entgegen.

Gewinner: Go Ahead Eagles
Die Go Ahead Eagles feierten einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Eredivisie. Mit einem fulminanten 6:0-Sieg gegen den direkten Konkurrenten NAC Breda schossen sie sich fast schon in Sicherheit. Besonders herausragend agierten dabei Jakob Breum, dem ein Hattrick gelang, und Victor Edvardsen, der als genialer Vorbereiter glänzte und drei Assists beisteuerte.
Mit nun 32 Punkten auf dem Konto rückt der Klassenerhalt in greifbare Nähe. Nach teils desaströsen Auftritten in der Europa League und einer Saison im Abstiegskampf als amtierender Pokalsieger war dieser dominante Auftritt genau das, was der Verein brauchte.
