GOATwatch: CR7 stolpert bei Al-Nassr-Pleite – Real-Ikone Raúl sieht Messi vor Ronaldo

GOATwatch: Der wöchentliche Vergleich zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi
GOATwatch: Der wöchentliche Vergleich zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel MessiFlashscore // YASSER BAKHSH / GETTY IMAGES VIA AFP & MEGAN BRIGGS / GETTY IMAGES VIA AFP

GOATwatch – Wer ist der "Greatest of all time"? Zwischen Rekordjagden, Glanzleistungen und Schlagzeilen abseits des Platzes liefern uns Lionel Messi und Cristiano Ronaldo auch mit fast 40 Jahren noch immer Geschichten für die Ewigkeit, die wir wöchentlich begleiten. In dieser Woche musste ein stolpernder Ronaldo einen Rückschlag mit Al-Nassr hinnehmen, während selbst Real-Legende Raúl sich in der GOAT-Debatte klar für Messi festgelegt hat – Bühne frei für GOATwatch.

Sportlich: Kampf um Form und Rekorde

Während Lionel Messi in der MLS-Offseason entspannt, ist Cristiano Ronaldo mitten im harten Titelkampf der Saudi Pro League, und dort hat seinem Team Al-Nassr diese Woche einen herben Dämpfer verpasst bekommen. Die 2:3-Niederlage gegen Al-Ahli, bei der Ronaldo eine Großchance vergab, war nicht nur die erste Saisonniederlage, sondern könnte auch die Tabellenführung kosten. Rivale Al-Hilal hat ein Spiel weniger und liegt nur zwei Punkte zurück.

Die Analyse zeigt die altbekannten Probleme: Trotz einer starken Offensive um Ronaldo und Joao Felix (je 13 Ligatore) bleibt die Defensive anfällig für Konter – eine Schwäche, die im Duell mit den Top-Konkurrenten immer wieder aufgedeckt wird. Ronaldo muss fürchten, dass die Titeltraum erneut in der heißen Phase der Saison zerbricht.

Messi hingegen genießt die Pause nach einem historischen MLS-Jahr, in dem er MVP und Torschützenkönig wurde und mit Inter Miami den MLS Cup gewann. Sein Fokus liegt klar auf der nahen Zukunft: der WM 2026. Argentinien präsentiert sich auch ohne ihn in Bestform, wie die jüngsten Qualifikationssiege gegen Brasilien (4:1) und Chile (1:0) bewiesen. Doch die Debatte, ob Messi bei der WM mit 39 Jahren noch ein Asset oder ein Risiko ist, läuft auf Hochtouren.

Während Deutschlands Thomas Müller Zweifel äußert, ob die MLS-Intensität für WM-Niveau reicht, ermutigen ihn Spanien-Trainer Luis de la Fuente ("sollte nie aufhören") und Legende Javier Zanetti. Messi selbst zögert und will "keine Belastung" sein. Seine möglichen Rekorde 2026 sind dennoch gewaltig: eine fünfte WM-Teilnahme, die Chance auf den ersten Doppel-WM-Titel als Kapitän und der Ansturm auf die 900-Tor-Marke im Verein.

Das dieswöchige GOAT-o-Meter zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi
Das dieswöchige GOAT-o-Meter zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel MessiFlashscore // YASSER BAKHSH / GETTY IMAGES VIA AFP & MEGAN BRIGGS / GETTY IMAGES VIA AFP

Das GOAT-o-Meter dieser Woche schlägt leicht in Richtung Messi aus. Nicht aufgrund eigener Leistungen, sondern weil sein Ruf unangetastet bleibt, während Ronaldo einen sportlichen Rückschlag und öffentliche Häme nach dem Stolperer gegen Al-Ahli hinnehmen musste.

Boulevard: Skandälchen, Ehrungen und Villen

Abseits des Platzes sorgte diese Woche fast ausschließlich Messi für Schlagzeilen, wenn auch unfreiwillig. Das brasilianische Playboy-Model und langjährige Messi-Verehrerin Suzy Cortez behauptete gegenüber Globo, von Messis Frau Antonela Roccuzzo systematisch auf Social Media blockiert und sogar der Zutritt zum MLS-Finale verweigert worden zu sein.

"Ich fühlte mich gedemütigt", so Cortez, die betonte, private Streitigkeiten sollten keinen Stadion-Ausschluss rechtfertigen. Messi selbst verbrachte den Jahreswechsel hingegen beschaulich mit Familie und Freunden in seiner argentinischen Heimat.

Bei Ronaldo war die Woche von Reaktionen auf seine Person geprägt. Nach der Niederlage gegen Al-Ahli sorgte ein Zusammenstoß mit einem euphorischen Klub-Direktor am Spielfeldrand für Wirbel, wobei unbestätigte Social-Media-Behauptungen von "Messi"-Rufen berichteten. Zudem wurde er von Torschütze Merih Demiral via KI-Bild getrollt.

Positivere Resonanz erhielt er von ehemaligen Weggefährten: Luka Modric pries in einem Interview sein "enormes Herz" und seine Umgänglichkeit, während eine von Ronaldo selbst gewählte "All-Time XI" mit Größen wie Casillas, Ramos, Modric, Kroos, Benzema und Rooney Einblick in seine geschätztesten Teamkollegen gab.

Ein weiteres Urteil fiel weniger schmeichelhaft aus: Real-Madrid-Legende Raúl erklärte in einem Interview klar, er halte Messi für den "Besten" – und setzte ihn damit auch vor Ronaldo.

Privat plant Ronaldo derweil die Zukunft nach der Karriere: Ein Blick in seine neue, über 30 Millionen Euro teure Villa in Portugal mit Privatstrand, Unterwasser-Pool-Gang und Kino machte die Runde. Ein palastartiges Domizil für einen König, der auf dem Feld momentan aber um seine Krone zittern muss.

Ausblick: Titelfinale und Turnier-Träume

Der unmittelbare sportliche Fokus liegt ganz auf CR7. Am Donnerstag, den 8. Januar, muss Al-Nassr gegen Al-Qadsiyah reagieren, um im saudi-arabischen Titelrennen nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten.

Das absolute Highlight folgt dann am 12. Januar: das erste Derby der Saison gegen Verfolger Al-Hilal – ein Sechspunkte-Spiel, das die Weichen für die Meisterschaft stellen könnte. Parallel verfolgt die Fußballwelt die AFCON, wo Youngster Christian Kofane mit einem Ronaldo-"Siuu" für Furore sorgte.

Für Lionel Messi stehen zunächst Entscheidungen an. Während Inter Miami in der Offseason bleibt und eher absurde Leihgerüchte (Liverpool) kursieren, wird sich Messi mit Trainer Lionel Scaloni über seinen WM-Einsatz verständigen müssen.

Ein wichtiger Test könnte das Finalissima gegen Europameister Spanien am 27. März werden. Bis zum WM-Start im Juni bleibt Messi Zeit, sich in der MLS fit zu spielen und auf die angepeilten Rekorde hinzuarbeiten.