Arsenals Martinelli schubst verletzten Gegenspieler – Rudelbildung und Entschuldigung

Martinelli hat sich entschuldigt
Martinelli hat sich entschuldigtAFP

Erst schubste Gabriel Martinelli den verletzt am Boden liegenden Conor Bradley und löste ein wildes Gedränge aus - wenig später bat der Unruhestifter um Entschuldigung. Er habe "in der Hitze des Gefechts überhaupt nicht begriffen, dass er sich so schwer verletzt hat", schrieb der Angreifer des FC Arsenal nach dem 0:0 gegen den FC Liverpool bei Instagram: "Ich möchte mich aufrichtig für meine Reaktion entschuldigen." Dennoch musste sich Martinelli scharfe Kritik gefallen lassen.

Was war passiert? In der Schlussphase des Premier-League-Topspiels am Donnerstagabend war Liverpools Bradley bei einer Abwehraktion zu Boden gefallen.

Er griff sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Knie, Martinelli eilte zu ihm und versuchte, den Nordirden unsanft über die Seitenlinie zu stoßen. Dies sorgte für eine Rudelbildung, Bradley wurde mit einer mutmaßlich schweren Knieverletzung auf einer Trage vom Feld gebracht.

Der frühere englische Nationalspieler Gary Neville, der die Partie bei Sky Sports als Co-Kommentator begleitete, zeigte sich verärgert und schimpfte: "Du kannst ihn nicht vom Platz schubsen. Das kannst du nicht tun, du Idiot. Das ist echt armselig." Auch die Premier-League-Ikone Roy Keane übte deutlich Kritik und sprach von einer "Schande".

Slot zeigt sich gelassen

Liverpools Teammanager Arne Slot nahm Martinelli dagegen in Schutz. Generell sei das Problem im Fußball, "dass so viel Zeit geschindet wird und die Spieler in den Schlussphasen des Spiels so tun, als wären sie verletzt, dass man sich manchmal ärgern kann, wenn man selbst ein Tor erzielen will", sagte der Niederländer. Man könne von Martinelli "nicht erwarten, dass er in der 94. Minute noch so klar denkt".

Match-Center: Arsenal vs. Liverpool