Mit Pochettino hat sich nun ein weiterer prominenter Trainer zu Wort gemeldet. Aus seiner Sicht wird sich die Premier League von dieser Ungerechtigkeit kaum erholen können:
"Bei 114 Schuldsprüchen ist es extrem schwer einzuschätzen, welche Strafe überhaupt angemessen wäre. Vereine wie Nottingham Forest oder Everton wurden für Regelverstöße mit Punktabzügen oder Geldstrafen belegt – doch das hier spielt in einer völlig anderen Dimension und hinterlässt eine absolute Fassungslosigkeit. Man muss sich zuallererst fragen: Wo waren damals die Kontrollinstanzen? Das ist es, was mich am meisten beschäftigt."
Pochettino: "Keine Strafe der Welt kann diesen Schaden heilen"
"Es ist eine zutiefst traurige Situation. Was damals erreicht und gefeiert wurde, war womöglich eine Illusion – und Teams, die leer ausgingen, wurden um ihren Erfolg gebracht. Wir haben eine Phase erlebt, in der es schlicht keine sportliche Gerechtigkeit gab. Sollten sich diese Verstöße final bestätigen, lässt sich das Geschehene unmöglich wiedergutmachen. Ich kann nur hoffen, dass daraus wenigstens für die Zukunft Chancengleichheit erwächst."
Pochettino ergänzte eindringlich: "Wenn der Verstoß gegen 114 Regeln Fakt ist, dann haben wir in einer Ära der Täuschung gelebt. Keine Strafe der Welt kann diesen Schaden heilen, und das Vertrauen in die Kontrollen der Premier League ist nachhaltig erschüttert."
"Als wir damals mit Tottenham um den Titel kämpften, habe ich in Bezug auf Chelsea gesagt, dass sie besser waren, weil sie mehr Punkte geholt hatten. Wenn solche Erfolge aber durch Regelbrüche zustande kamen: Wie will man den Betroffenen das jemals zurückgeben?"
Während die Konkurrenzklubs der Premier League bereits rechtlichen Rat einholen, um Entschädigungsansprüche zu prüfen, kündigte City-Vorsitzender Khaldoon Al Mubarak an, dass sich der juristische Prozess noch über Jahre hinwegziehen könnte.
