Milan-Trainer Allegri trägt Olympisches Feuer – Streit um Ausschluss von Ex-Athleten

Massimiliano Allegri an der Linie für Milan
Massimiliano Allegri an der Linie für MilanRuters / Daniele Mascolo

AC-Milan-Trainer Massimiliano Allegri gehörte am Mittwoch zu den Fackelträgern der Olympischen Winterspiele, als das Olympische Feuer durch Borgomanero nordwestlich von Mailand getragen wurde. Die Flamme reist derzeit durch alle 110 italienischen Provinzen, bevor die Spiele von Milano-Cortina vom 6. bis 22. Februar stattfinden.

Insgesamt sind 10.001 Fackelträger im Einsatz, gekleidet in weiße Uniformen mit rot-gelben Elementen, die das olympische Feuer symbolisieren. Während prominente Persönlichkeiten wie Allegri teilnehmen, sorgt der Ausschluss ehemaliger Spitzenathleten für wachsende Kritik.

Fauner scheidet die Geister

Besonders deutlich äußerte sich der frühere Langlauf-Olympiasieger Silvio Fauner. Er beklagte, dass er und andere Medaillengewinner bei keiner Initiative berücksichtigt worden seien, weder als Fackelträger noch in anderer Funktion. Dies empfinde er als respektlos und beleidigend gegenüber Athleten, die Italiens Sportgeschichte geprägt hätten.

Die Organisatoren begründeten Fauners Ausschluss mit seiner Rolle als stellvertretender Bürgermeister, da politische Amtsträger nicht zugelassen seien. Fauner kritisierte jedoch doppelte Standards, da andernorts Lokalpolitiker teilnehmen durften. Die Kontroverse rief inzwischen auch die Politik auf den Plan: Infrastrukturminister Matteo Salvini und Sportminister Andrea Abodi kündigten ein dringendes Treffen mit den Organisatoren an, um die umstrittenen Entscheidungen zu klären.