Altach wirft Sturm aus dem ÖFB Cup, Salzburg besiegt den Titelverteidiger

Altach besiegt Sturm mit 3:1 nach Verlängerung
Altach besiegt Sturm mit 3:1 nach VerlängerungČTK / imago sportfotodienst / LUKA KOLANOVIC

Im ÖFB Cup Viertelfinale wirft RB Salzburg den Titelverteidiger Wolfsberger AC aus dem Bewerb. Altach und Sturm geht in die Verlängerung. Bereits am Samstag setzte sich Ried gegen Rapid durch, am Freitag siegte der LASK im Cup-Derby gegen BW Linz.

Salzburg besiegt den Titelverteidiger

Die Mozartstädter bestimmen in der Lavanttal-Arena von Beginn an das Geschehen. Bereits in der 4. Minute finden die Gäste beim Titelverteidiger die erste Topchance vor. Mads Bidstrup bringt den Ball von der rechten Seite zur Mitte, Karim Konate nimmt ihn direkt, aber trifft nur die Stange. Auch in weiterer Folge gibt Salzburg den Ton an, der WAC hat Probleme, Zugriff zu finden.

Ab der 19. Minute müssen die Kärntner dann auch noch in Unterzahl ran. Edmund Baidoo wäre über links alleine durch gewesen, wird aber von Cheick Diabaté niedergerungen. Schiedsrichter Jakob Semler sieht die Verhinderung einer klaren Torchancen und zeigt Rot.

Zum Matchcenter: Wolfsberger AC - RB Salzburg

Kurz darauf geht Salzburg in Führung. Nach einem Eckball kann Konate unbedrängt zum 1:0 für das Team von Trainer Thomas Letsch einköpfen (24.). In der 27. Minute vergibt der Stürmer aus kurzer Distanz die nächste Topchance. Der WAC kann offensiv bis dahin noch gar nicht in Erscheinung treten.

Das Spiel geht weiter nur in eine Richtung, die ganz klaren Gelegenheiten bleiben nun aber aus. Es geht mit der knappen Führung der Salzburger in die Pause.

 

Salzburg war dem WAC oft einen Schritt voraus
Salzburg war dem WAC oft einen Schritt vorausJust Pictures GmbH / Alamy / Profimedia

 

Nach dem Seitenwechsel schiebt Baidoo zum vermeintliche 2:0 ein, er steht aber im Abseits (52.). Kein Treffer. Der WAC wirft noch einmal alles rein, findet aber spielerisch kaum Lösungen. Angelo Gattermayer setzt einen Kopfball am Tor vorbei (59.). Salzburg ist nicht mehr so dominant, wie in der ersten Hälfte. Schaffen es die Gäste in das letzte Drittel ist die nun stabil stehende Defensivreihe der Kärtner zur Stelle.

In der 71. Minute kommen die Mozartstädter wieder zu einer guten Chance. Frans Krätzig probiert es in aussichtsreicher Position im Strafraum, Keeper Nikolas Polster kann aber parieren (71.). Wenige Momente später köpft Moussa Yeo wenige Meter vor dem Tor drüber (74.). Etwas später lässt der Offensivspieler den Ball im Netz zappeln, aber ein Fuß ist zu weit vorne (85.). Abseits! Beinahe im Gegenzug hat der WAC die Chance auf den Ausgleich. Erik Kojzek bringt den Ball nach einem Zuspiel von Dejan Zukić allerdings nicht aufs Tor (86.).

 

Salzburg setzt sich beim WAC verdient durch
Salzburg setzt sich beim WAC verdient durchFlashscore

 

Der WAC wirft noch einmal alles nach vorne, kann sich aber nicht mehr belohnen. Auch, weil Alexander Schlager in der 91. Minute gegen Dejan Zukic hält. Bei einem schnellen Gegenstoß schießt Salzburgs Kerim Alajbegović noch über das leere Tor (92.). Der Titelverteidiger ist raus, Salzburg steht im Halbfinale.

Altach wirft Sturm Graz aus dem Cup

Beide Teams legen im Stadion Schnabelholz ambitioniert los, versuchen schnell nach vorne zu spielen. In der 7. Minute sorgt Sturm erstmals für einen Hauch von Gefahr, aber die Flanke von Seedy Jatta findet keinen Abnehmer. Die Partie wird mit Fortdauer zerfahrener, es kommt immer wieder zu Ungenauigkeiten im Spielaufbau. Gute Chancen lassen auf sich warten.

In der 40. Minute wird Altach erstmals richtig gefährlich. Patrick Greil taucht vor Daniil Khudyakov auf, aber der Keeper hält (40.). Kurz danach scheitert auch Yann Massombo am Torwart (41.). 

Zum Matchcenter: SCR Altach - SK Sturm Graz

Nach dem Seitenwechsel gibt es aufgrund eines Fouls von Otar Kiteishvili an Lukas Jäger Elfmeter für die Vorarlberger. Den Schuss von Patrick Greil in die linke Ecke kann Khudyakov zunächst noch parieren, den Abpraller drückt der Altacher dann aber zum 1:0 über die Linie (52.).

 

Altach und Sturm liefern sich einen harten Cup-Fight
Altach und Sturm liefern sich einen harten Cup-FightČTK / imago sportfotodienst / LUKA KOLANOVIC

 

Auf der Gegenseite hält Dejan Stojanović nach einem Kopfball von Tomi Horvat (56.). Bei den Gastgebern findet Greil die nächste Möglichkeit vor, aber Khudyakov klärt zur Ecke (58.). Dann melden sich die Grazer zurück. Stojanović wehrt einen Schuss von Jacob Hödl nur kurz ab, Axel Kayombo steht goldrichtig und staubt zum 1:1 ab (72.). Beide direkt am Tor beteiligten Spieler wurden kurz vorher eingewechselt.

Einige Augenblicke später kommt es zum Dämpfer für die Grazer. Tim Oermann setzt im Zweikampf seinen Ellenbogen ein und muss mit Gelb-Rot vom Platz (80.). In Überzahl taucht Altachs Massombo vor Khudyakov auf, aber sein Abschluss fällt zu zentral aus (84.). Eine hektische Schlussphase sollte keine Tore mehr bringen, was bedeutet, dass die Partie in die Verlängerung geht. 

 

Altach besiegte zehn Grazer
Altach besiegte zehn GrazerFlashscore

 

Altach ist bemüht, die Zügel in die Hand zu nehmen, findet gegen die konzentriert agierende Sturm-Defensive aber zunächst kaum ein Durchkommen. Mit Fortdauer der Verlängerung werden die Vorarlberger immer zwingender. In Minute 100 schießt Anteo Fetahu von der Sechzehnerlinie knapp an der linken Ecke vorbei. Kurz darauf gehen die Gastgeber wieder in Führung. Mohamed Ouédraogo bringt eine Flanke an die zweite Stange, Srdjan Hrstic köpft aus leicht spitzem Winkel zum 2:1 in die kurze Ecke ein (102.). Und es sollte noch besser kommen für Altach. Diesmal legt Hrsitc ideal quer und Greil muss wenige Meter vor dem Tor nur noch zum 3:1 einschieben (105.).

In der zweiten Hälfte ist die Luft etwas raus. Weite Strecken des Geschehens spielen sich zwischen den Sechzehnern ab. Sturm hat gegen die diszipliniert auftretenden Gastgeber kaum Offensivaktionen zu bieten. Altach schafft es zwar immer wieder in das letzte Drittel, wird dort aber auch nicht zwingend. Einen Schuss aus der zweiten Reihe von Axel Kayombo hält Dejan Stojanović ohne Probleme (116.). Es bleibt beim 3:1. Altach steht damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Halbfinale des UNIQA ÖFB Cup.

Ried führt Rapid vor

Beim Samstagsspiel im Viertelfinale gelingt Ried im eigenen Stadion der Blitzstart. Nach einem Zuspiel von Nicolas Bajlicz lässt Ante Bajic seinen Gegenspieler Dominik Weixelbraun an der Sechzehnerlinie aussteigen und trifft mit einem satten Schuss in die lange, linke Ecke - 1:0 (2.).

Rapid sucht nach einer Antwort, doch die Oberösterreicher agieren weiter mutig und bleiben das gefährlichere Team. In der 14. Minute kommt Nikki Havenaar nach einer Ecke zum Kopfball, aber Niklas Hedl rettet mit einem starken Reflex. Kurz darauf trifft Bajic den Ball in aussichtsreicher Position nicht richtig (17.).

Rapid kann sich im ersten Pflichtspiel unter Trainer Johannes Hoff Thorup offensiv noch gar nicht in Szene setzen. Bei den Gastgebern verpassen Antonio Van Wyk (28.) und Kingstone Mutandwa (31.) jeweils nach einer flachen Hereingabe von Bajic den Abschluss nur knapp. 

In der 37. Minute strahlen dann auch die Wiener erstmals Gefahr aus. Marco Tilio bringt eine Flanke an die zweite Stange, aber Andreas Leitner kann den Ball vor Matthias Seidl noch entscheidend mit den Fingerspitzen abwehren. Kurz vor der Pause setzt Tilio einen Volley nur knapp am Tor vorbei (45.). Es geht mit einer knappen Führung der Rieder in die Kabinen.

Zum Matchcenter: SV Ried - SK Rapid

Nach dem Seitenwechsel zeigen sich die Gastgeber für den ersten Vorstoß verantwortlich, der Abschluss von Mutandwa stellt aber kein Problem für Hedl dar (48.). Oliver Steurer setzt das Spielgerät relativ deutlich an der langen Ecke vorbei (52.). Auf der Gegenseite bringt Ercan Kara nach einer Freistoßflanke nicht genug Druck hinter seinen Kopfball, Leitner hält sicher (54.). Auch bei einem zu zentral ausgefallenen Distanzschuss von Seidl ist der Ried-Leeper zur Stelle (57.).

 

Ried hat nach dem Sieg allen Grund zur Freude
Ried hat nach dem Sieg allen Grund zur FreudeČTK / imago sportfotodienst / Lukas Biereder

 

Die Begegnung gestaltet sich nun über weite Strecke ausgeglichen, beide Teams setzen in der Offensive immer wieder Nadelstiche. Gerade als die Wiener immer besser in die Partie finden, erhöhen die Rieder auf 2:0. Yusuf Maart schlägt einen Freistoß in die Mitte, Havenaar steigt zentral im Strafraum hoch, köpft, und Hedl rutscht der Ball durch (61.).

Auf der anderen Seite des Spielfeldes wird Nikolaus Wurmbrand noch entscheidend vor dem Abschluss gestört (66.). Die Oberösterreicher agieren nun deutlich defensiver. Rapid ist bemüht, eine Reaktion zu zeigen, beißt sich an der kompakt stehenden Abwehrreihe der "Wikinger" aber die Zähne aus.

 

Die SV Ried feiert einen verdienten Sieg
Die SV Ried feiert einen verdienten SiegFlashscore

 

Gute Gelegenheiten lassen auf beiden Seiten auf sich warten. In der 84. Minute machen die Oberösterreicher den Deckel drauf. Hedl kann einen Kopfball von Havenaar zunächst noch an die Latte abwehren, den Abpraller drückt der Innenverteidiger mit dem Kopf dann aber zum 3:0-Endstand über die Linie (84.).

LASK feiert Comeback-Sieg im Cup-Derby

Die Begegnung in der Raiffeisen Arena Linz geht munter los, bereits in der 2. Minute darf der vermeintliche Außenseiter Blau-Weiß die Führung bejubeln. Nach einer Flanke von Simon Seidl kann Andrade mit dem Kopf nur kurz klären, Neuzugang Isak Dahlqvist steht knapp vor der Sechzehnerlinie goldrichtig und trifft per Volley zum 1:0 für die Gäste.

Zum Matchcenter: LASK - SV Ried

Der unter Trainer Didi Kühbauer seit zehn Partien ungeschlagene LASK ist bemüht eine Reaktion zu zeigen. Samuel Adeniran ist vorne alleine durch, doch scheitert im Eins-gegen-eins am herauseilenden Keeper Nico Mantl (7.). Die Gastgeber können sich gegen das Schlusslicht der ADMIRAL Bundesliga leichte Vorteile erspielen, doch Blau-Weiß schlägt erneut eiskalt zu. Dahlqvist bringt den Ball von der rechten Seite zur Mitte, Shon Weissman probiert es zentral im Strafraum per Volley und trifft zum 2:0 aus Sicht der Elf von Neo-Coach Michael Köllner (18.).

In weiterer Folge ist der LASK wieder das aktivere Team, hat vorerst aber Probleme, sich klare Torchancen zu erspielen.

In der 35. Minute kann sich Schwarz-Weiß dann belohnen. Sasa Kalajdzic zieht aus rund 20 Metern ansatzlos ab und schlenzt den Ball sehenswert in die rechte Ecke - 1:2. Wenige Momente später verzieht Adeniran aus leicht spitzem Winkel nur knapp (40.). In einer abwechslungsreichen Partie geht es mit einer knappen Führung für den Underdog in die Pause.

 

Der LASK drehte in Halbzeit zwei das Spiel
Der LASK drehte in Halbzeit zwei das SpielČTK / imago sportfotodienst / Albin Schuster

 

Nach dem Seitenwechsel nimmt der LASK die Zügel wieder in die Hand. Ein Versuch von Adeniran aus kurzer Distanz wird im letzten Moment noch geblockt (50.). Einen Kopfball von Kasper Jørgensen hält Mantl mit einem starken Reflex (55.). Die Gastgeber machen weiter Druck, die tiefstehenden Gäste versuchen über schnelle Gegenstöße gefährlich zu werden.

In der 57. Minute gelingt dem LASK der verdiente Ausgleich. Sascha Horvath spielt George Bello mit einem gut getimten Pass in die Tiefe frei und der versenkt den Ball aus halblinker Position platziert zum 2:2 in der rechten Ecke.

 

Matchstatistik: LASK - Blau-Weiß Linz
Matchstatistik: LASK - Blau-Weiß LinzFlashscore

 

Kurz nach dem Ausgleich kann sich Mantl erneut gegen Adeniran auszeichnen (61.). Die Partie wird nun etwas zerfahrener, verlagert sich zu einem Großteil zwischen die Sechzehner. Die Zeit rennt von der Uhr, ohne dass Gefahr aufkommt. In der 79. Minute setzt Blau-Weiß ein kleines Ausrufezeichen. Thomas Goiginger kommt an der Strafraumgrenze unbedrängt zum Abschluss, schießt aber relativ deutlich über das Tor. Auf der Gegenseite trifft Lukas Kačavenda den Ball in guter Position nicht richtig (81.).

In der 83. Minute dreht der LASK dann das Spiel. Kalajdzic mit einem idealen Steilpass aus der eigenen Hälfte, Moses Usor läuft alleine auf Mantl zu, umkurvt den Keeper und schiebt zum 3:2 ein. Weil Blau-Weiß nichts mehr entgegenzusetzen hat, bedeutet der Treffer auch den Endstand. 

 

UNIQA ÖFB Cup: Die Viertelfinal-Ergebnisse
UNIQA ÖFB Cup: Die Viertelfinal-ErgebnisseFlashscore